

Frankreichs Südwesten: Die idyllische Landschaft zwischen Atlantikküste und Pyrenäen ist eine der bekannten Lachs-Refugien Europas. Dabei war der Lachs in den 90er Jahren auch hier in vielen Flüssen verschwunden. Mit großem Aufwand wurde er in den letzten 20 Jahren wieder angesiedelt. Heute ziehen pro Jahr wieder Tausende Tiere von den eisigen Gewässern vor Grönland bis in das beschauliche Hinterland der französischen Küste. Die Population ist noch immer fragil, aber der atlantische Wildlachs ist wertvoll, gilt als Delikatesse - und beliebte Angeltrophäe. Und so streiten verschiedene Parteien erbittert um ihn.Auf der einen Seite die FlussfischerInnen der baskischen Küste, die in der Flussmündung ihre Netze auswerfen, um die Lachse zu fangen, die aus dem Atlantik zurückkehren. Für sie sichert eine gute Lachssaison das finanzielle Überleben. Auf der anderen Seite die FliegenfischerInnen aus dem oft vergessenen Hinterland. Sie träumen davon, dass die Region dank der Lachse wieder aufblühen könnte. TouristInnen und SportanglerInnen aus der ganzen Welt sollen an die Flussufer kommen, um hier auf Lachsjagd zu gehen.
In diesem Spannungsfeld kämpfen engagierte UmweltschützerInnen und BiologInnen mit viel Einsatz für den Erhalt der fragilen Population. Sie bemühen sich, zwischen den unterschiedlichen Interessengruppen zu vermitteln, um den herausfordernden Spagat zwischen Arterhaltung und wirtschaftlichen Interessen möglich zu machen. Mit einem komplexen System aus Zählstationen, Fischtreppen und Unterwasserkameras wird der König der Fische heute akribisch überwacht - um sicherzustellen, dass auch in Zukunft genug Lachs da ist.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 11.08.2021 um 12:15 Uhr auf arte.