Ein Leben ohne Fernseher, ohne Computer, manchmal sogar ohne elektrisches Licht. Viele, die Mitte 20. Jahrhunderts auf dem Land aufgewachsen sind, haben es so erfahren. Nicht nur das: Ganz selbstverständlich verrichteten Kinder harte körperliche Arbeit, hatten auf dem elterlichen Hof schon früh mitzuhelfen oder übernahmen Verantwortung für die jüngeren Geschwister. Aber es gab auch die Freude, die Natur zum Spielplatz zu machen und viele Tiere um sich zu haben. Eine Kindheit auf dem Land vor 50 oder 60 Jahren sah jedenfalls völlig anders aus als heute. Davon erzählen in dieser SWR Doku ehemalige Land- und Dorfkinder, die im Südwesten aufgewachsen sind. Dazu gehört Georg Thoma aus dem Schwarzwald, der schon als Bub schwere Arbeit auf dem Hof der Eltern übernehmen musste, im Winter nur mit Skiern zur Schule kam und später als Olympiasieger im Skispringen zum Idol seiner Generation wurde. Oder Heinrich aus Lörrach, der mit elf Geschwistern aufwuchs und sich mit seinen Brüdern die Badehose teilte. Oder Christa Rödig, die im hohen Westerwald etwas länger auf den Frühling warten musste, dafür aber ein halbes Jahr das ganze Dorf als Spielwiese hatte. Zusammen mit umfangreichen historischen Aufnahmen aus der Mitte des 20. Jahrhunderts und attraktiven Landschaftsaufnahmen bietet die Doku eine anrührende Zeitreise zu den Kindheitserinnerungen der Menschen im Südwesten.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 18.07.2021 um 08:15 Uhr auf SR.