1967 ruft die WHO die Kampagne zur Ausrottung der Pocken aus. Die WHO rückt mit Ärztinnen und Ärzten, Krankenschwestern sowie medizinischem Material an. Schließlich finden sie in Somalia den letzten Pocken-Erkrankten, den Koch Ali Maow Malin, der sich im Oktober 1977 mit dem Pockenvirus infiziert hatte. Er kann geheilt werden. Die Pocken sind besiegt. Nach dem Erfolg bei der Ausrottung der Pocken verfügt die Weltgesundheitsorganisation 1988 die Ausrottung der Poliomyelitis, kurz Polio oder auch Kinderlähmung genannt. Bis zum Jahr 2000 sollte dieses Ziel erreicht sein. Doch die Mission ist gescheitert. Dank der Impfstoffe kann die Zahl der Menschen, die sich jedes Jahr mit Poliomyelitis anstecken, deutlich gesenkt werden. Wie Polio kann auch die Diphtherie mithilfe von Impfungen erfolgreich zurückgedrängt werden. Eine konsequente weltweite Impfung, die eine Ausrottung wie bei den Pocken auch für Polio und Diphtherie ermöglicht, bedeutet eine globale Anstrengung. Doch gerade in den Verbreitungsgebieten wie Pakistan und Afghanistan scheint sie fast unmöglich.
09.11.2010 ARD-alpha
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 29.05.2021 um 07:30 Uhr auf SR.