Seit etwa 500 Jahren treten im Winter und Frühling regelmäßig Grippewellen auf und setzen die Infizierten etwa 14 Tage außer Gefecht, bevor die Grippe vollständig überstanden ist. Die Spanische Grippe von 1918/19 forderte weltweit etwa 50 Millionen Todesopfer und tötete die Infizierten oft innerhalb von nur wenigen Tagen.
1933 gelingt drei Forschern in London schließlich der Nachweis, dass Viren die Grippe auslösen. Die Suche nach einem geeigneten Gegenmittel beginnt. Diese Viren sind hervorragende Verwandlungskünstler und ändern sehr häufig ihre Oberfläche. Hochwirksame antivirale Grippemedikamente gibt es bis heute nicht und der Forschungsbedarf in diesem Bereich ist nach wie vor enorm. Besonders gefährlich sind Influenzaviren, die von einem Tier auf den Menschen überspringen, wie beispielsweise bei der Vogel- oder der Schweinegrippe.
23.11.2010 ARD-alpha
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 29.05.2021 um 06:00 Uhr auf SR.