Zu Beginn des 16. Jahrhunderts tritt plötzlich eine neue" Seuche auf, die in antiken Texten nicht erwähnt war: die Syphilis. In Deutschland lange Zeit als "Franzosenkrankheit" bezeichnet, breitet sie sich schnell in allen Bevölkerungsschichten aus. Erst nach der Entdeckung des Erregers werden mit "Salvarsan" und später Penicillin wirksame Gegenmittel entwickelt.
Inzwischen erkranken wieder mehr Menschen an der Syphilis, vor allem im Zusammenhang mit Aids. Diese Immunschwächekrankheit trat Ende der 1970er Jahre auf, als Infektionskrankheiten als nahezu besiegt galten. Trotz der Entdeckung des HI-Virus Anfang der 1980er Jahre ist bis heute weder eine Impfung noch eine Heilung von Aids möglich. Durch eine Kombinationstherapie kann HIV-Infizierten immerhin ein weitgehend normales Leben ermöglicht werden. Die Sterberate ist erheblich gesunken.
16.11.2010 ARD-alpha
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 29.05.2021 um 05:30 Uhr auf SR.