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Chinas mythische Berge (1/3)

Emei Shan
Montag, 05.04.2021 09:00 Uhr
phoenix
Montag
05.04.2021
09:00 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

In China leben annähernd 100 Millionen Buddhisten. Der Heilige Berg Emei Shan in der Provinz Sichuan ist mit 3099 Metern der höchste verehrte Berg der chinesischen Buddhisten.
Er ist ein Dreitausender in der Nähe der Millionenmetropole Chengdu, an den östlichen Ausläufern des Himalaya. Der Weg hinauf auf den heiligen Gipfel dauert mit dem Auto zwei Stunden; zu Fuß mindestens zwei Tage. Hunderttausende Pilger zieht es jährlich gen Gipfel. Sie wandern 52 Kilometer aufwärts, um dem Himmel näher zu kommen, vorbei an Tempeln und Klöstern, unter dichten Baumkronen des eindrucksvollen Monsunwaldes.
Über die Seidenstraße war der Buddhismus aus Indien im 6. Jahrhundert nach China gekommen, um hier in einer Vermischung mit Konfuzianismus und Daoismus zur Volksreligion zu werden: dem chinesischen Buddhismus. Buddha selbst soll einst seinen besten Schüler aus Indien an den Emei Shan geschickt haben. Samantabatr, chinesisch "Puxian" genannt, kam auf einem Elefanten geflogen und wird seitdem dort verehrt, seit 1400 Jahren.
Der erste buddhistische Tempel Chinas wurde hier gebaut, und mittlerweile gibt es am Fuße des Berges auch den größten. Die Dokumentation erschließt den Berg etappenweise bis hinauf auf den 3000 Meter hohen Gipfel. Sie führt durch opulente Landschaften, taucht ein in die Welt von Kungfu-Meistern und Kräuterheilern, führt in die größte Affenschutzzone Chinas und zum größten sitzenden Buddha der Welt, dem gigantischen Buddha von Leshan.
Es ist eine filmische Bezwingung des heiligen Dreitausenders, die Klöster und Tempel entdeckt, die nach der Schließung durch Mao wieder gefüllt sind mit spirituellem Leben. Sie erzählt aus dem Leben der Mönche und von der typisch chinesischen Mischung aus Frömmigkeit und Tourismus. Denn natürlich haben die Chinesen inzwischen auch eine Straße und eine Seilbahn auf den Berg gebaut. Doch nicht jedes Kloster ist leicht erreichbar.
Jeder Chinese will wenigstens ein Mal in seinem Leben hinaufgestiegen sein: mit uralten Legenden im Kopf durch atemberaubende Landschaften, über tausende Stufen und schwindelerregende Brücken auf höchste Gipfel - auf Chinas mythische Berge. Die dreiteilige Sendereihe stellt die Berge Emei Shan, Tai Shan und das Gebirge Huang Shan vor. Sie prägen seit vielen Jahrhunderten die chinesische Kultur mit. Es sind heilige Berge, weil sie untrennbar mit dem chinesischen Buddhismus und dem Daoismus verbunden sind, und der Huang Shan wird ganz einfach als der "Berg der Berge" bezeichnet, weil seine Schönheiten - so die alten Dichter - jedes andere Gebirge in den Schatten stellten.
Alle drei mythischen Berge zählen zum Weltkulturerbe der Unesco.
Film von Stefanie Appel

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 05.04.2021 um 09:00 Uhr auf phoenix.