100 Jahre alt zu werden ist im 21. Jahrhundert in der westlichen Welt keine Zukunftsvision mehr, sondern bald Realität. Demografischen Prognosen zufolge, wird im Jahr 2030 ein Viertel der Bevölkerung über 65 Jahre sein. Was bedeutet das aber für die Gesellschaft? Zu altern respektive alt zu sein, wird dann nicht mehr nur durch die Brille der Leistungsgesellschaft gesehen werden können. Es wird eines veränderten Blicks auf unser Leben, seine Gesunderhaltung und seine Ansprüche geben müssen. Es werden immer mehr Menschen sein, die nicht einfach an den Rand gedrängt werden können. Das bedeutet aber auch, dass jeder einzelne seinen Teil zur körperlichen, geistigen und letztlich auch finanziellen Vorsorge wird treffen müssen. Zudem wird es auch neue gesellschaftliche Formen des Zusammenlebens und der gegenseitigen Anteilnahme einfordern, um Menschen, die Unterstützung suchen und gehört werden wollen, diese Zuwendung auch bieten zu können. treffpunkt medizin stellt in dieser Ausgabe die Frage, ob es gelingen kann, "glücklich" zu altern, ohne dabei vereinfachende mediale Vorbilder zu strapazieren. Beleuchtet wird das Alter dabei aus unterschiedlicher Sicht: Wieso altern wir ? Wie gehen wir damit um? Was sind die psychologischen Faktoren? Gibt es ein Recht auf Arbeit? Welche Rolle spielt das soziale Umfeld? Welche die körperliche und geistige Fitness? Wohin geht die medizinische Entwicklung? Woher stammt Altersablehnung und -Diskriminierung? treffpunkt medizin trifft Experten unterschiedlicher Fachrichtungen dazu auf der internationalen Konferenz "Altern in Europa" und befragt zudem den Genetiker Dr. Markus Hengstschläger sowie Experten des Viktor-Frankl-Zentrums zur Sinnfrage in der zweiten Lebenshälfte. (Doku 2014)
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 27.03.2021 um 05:35 Uhr auf ORF 3.