

Die Arteriitis temporalis ist eine rheumatische Gefäßerkrankung. Die Autoimmunkrankheit greift vor allem große und mittelgroße Gefäße an, am häufigsten Äste der Halsschlagader, die Schläfenregion, Hinterkopf und Augen mit Blut versorgen. Bei ungefähr jedem fünften Betroffenen tritt sie in der Hauptschlagader auf, selten auch an Herzkranzarterien, Hirngefäßen oder Gefäßen in anderen Organen.
In den betroffenen Gefäßen sammeln sich bestimmte Immunzellen und führen zu einer chronischen Entzündung. Unter dem Mikroskop sind besonders große Zellen, sogenannte Riesenzellen, zu erkennen. Deshalb wird die Arteriitis temporalis auch als Riesenzellarteriitis bezeichnet. Die Zellen der Gefäßwand vermehren sich und verengen schließlich das betroffene Gefäß, sodass vor allem bei körperlicher Belastung die Blutversorgung nicht mehr ausreicht.
Bei der "Fahndung" nach der rettenden Diagnose geht es in der Medizin zu wie bei einem Kriminalfall: Es ist die Jagd nach Indizien, nach Spuren und Beweisen für die Ursache rätselhafter Beschwerden. Abenteuer Diagnose stellt spannende Patientengeschichten vor.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 20.02.2021 um 16:45 Uhr auf ARD-alpha.