ESC zum Schließen · Enter zum Suchen

Wenn Rechtsextremisten freie Schulen unterwandern

Mittwoch, 27.01.2021 22:15 Uhr
WDR
Mittwoch
27.01.2021
22:15 Uhr
Teilen:
Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

Keine Noten und wenig Leistungsdruck, Entfaltung der Persönlichkeit und Förderung künstlerischer und handwerklicher Kreativität: pädagogische Grundsätze von Schulen in freier Trägerschaft. Sie sind meisten kleiner und überschaubarer und vor allem selbst verwaltet von Lehrern und Eltern. Immer mehr Familien entscheiden sich für diese privaten Bildungseinrichtungen: Ihre Zahl steigt - seit Anfang der 1990er Jahre um 80%.
Doch immer häufiger engagieren sich auch Lehrer oder Eltern mit rechtsextremer Gesinnung in Schulen freier Trägerschaft. Schleichend und zunächst unbemerkt nutzen sie die besonderen Möglichkeiten, die Selbstverwaltung und Mitspracherechte bieten - für ideologische Einflussnahme auf Kinder und Lehrinhalte.
In einer Waldorfschule in Minden hatte sich ein Lehrer vom Hausmeister zu einem besonders beliebten Handwerkslehrer bis zu einer Art inoffiziellem Schulleiter hochgearbeitet, dessen Meinung bei wichtigen Entscheidungen zählte. In Mecklenburg wurde einer freien Schule ihr Umfeld zum Problem - geprägt von rechten Kameradschaften und sogenannten völkischen Siedlern, deren Kinder diese Schule besuchten und deren Eltern sich dort engagierten. Und eine freie Bildungseinrichtung in Berlin geriet unter den Einfluss eines rechtsextremen Vaters und Holocaustleugners.
Film von Ariane Riecker

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 27.01.2021 um 22:15 Uhr auf WDR.