Das Corona-Virus hat die Missstände und Mängel im amerikanischen Gesundheitssystem weiter verstärkt. Millionen Amerikaner und Amerikanerinnen sind unterversichert oder gar nicht krankenversichert - und das obwohl kaum ein Land, gemessen an seiner Wirtschaftsleistung, so viel Geld für medizinische Versorgung ausgibt wie die USA. Welch dramatische Folgen das haben kann, erzählt Amy Vilela, die ihre 22-jährige Tochter verloren hat. Weil die Tochter keine Krankenversicherung hatte, wurde sie von einer Notaufnahme abgewiesen und starb an einer Komplikation, die behandelbar gewesen wäre. Viele Bürgerinnen und Bürger ohne Krankenversicherung gehören zur Mittelschicht, sind aber auf mobile, karitative Krankenstationen angewiesen, die eine minimale, kostenlose Gesundheitsversorgung anbieten. In den USA gibt es mittlerweile rund 2.000 solcher mobiler Krankenzentren, in denen Menschen ohne Versicherung unentgeltlich behandelt werden - ähnlich wie in unterentwickelten Ländern oder Flüchtlingslagern. Das WELTjournal+ beleuchtet die historischen und politischen Ursachen der amerikanischen Gesundheitskrise und zeigt, wie stark die Gesundheit und das Leben vieler Amerikaner von rein ökonomischen Faktoren abhängen.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Donnerstag, den 21.01.2021 um 12:00 Uhr auf ORF 2.