Wer ist Franziskus? Und wohin führt er die katholische Kirche? Wim Wenders porträtiert den amtierenden Papst. Bei der Realisierung hatte der Filmemacher exklusiven Zugang zu Franziskus. Spürbare Faszination Im Zentrum des Porträts stehen die Gedanken des Papstes zu den wichtigsten Herausforderungen der Gegenwart: Wirtschaft und Soziales, Ökologie und Politik. Zudem geht es um die Idee einer "armen Kirche an der Seite der Armen", die Franziskus möchte. Dabei spielt im Film der Namensgeber des Papstes, Franz von Assisi, eine wichtige Rolle.
Wenders zeichnet das Bild eines Mannes, der zu einer Art moralischer Weltinstanz wird. Man kann erspüren,welche Faszination Franziskus über seine eigene Kirche hinaus auf Menschen ausübt. Eine persönliche Reise mit dem Papst Wim Wenders Dokumentation "Papst Franziskus - Ein Mann seines Wortes" ist in Zusammenarbeit mit dem Vatikan entstanden. Der Filmemacher hatte dadurch Zugriff auf das gesamte Filmmaterial des vatikanischen Fernsehzentrums. Für die vier langen Interviews mit dem Kirchenoberhaupt, die im Verlauf von zwei Jahren entstanden sind, wählte Wenders eine ungewöhnliche Form. Franziskus spricht direkt in die Kamera und damit die Zuschauer unmittelbar an. Der Regisseur sieht in seinem Werk "weniger einen Film über als vielmehr eine persönliche Reise mit dem amtierenden Papst". Der Film will keine kritische Auseinandersetzung mit dem Pontifikat von Papst Franziskus sein, auch keine Biografie. Vielmehr möchte Wenders den Zuschauenden die Möglichkeit eröffnen, sich über die Motivation für das Handeln des ersten Papstes aus Lateinamerika zu informieren. Der Film bietet den Hintergrund für die Deutung des Pontifikats von Papst Franziskus.
Film von Wim Wenders, David Rosier
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 19.12.2020 um 21:45 Uhr auf phoenix.