Wie tickt Ulm? Die SWR Dokumentation zeigt einen 24-Stunden-Tag in einer der wirtschaftsstärksten Städte des Südwestens. Rund um das Münster, Wahrzeichen und Mittelpunkt der Stadt, wurden Menschen in verschiedensten Lebenswelten porträtiert. Die Zuschauerinnen und Zuschauer bekommen Einblicke in das Räderwerk der Stadt Ulm - vor und hinter den Kulissen. Ulm ist eine Stadt der Gegensätze. Sie ist überschaubar, durchaus schwäbische Provinz, aber weit entfernt von Provinzialität. Vor allem aber ist die Donaustadt ein vor Selbstbewusstsein strotzender Forschungs- und Wirtschaftsstandort. Wie tickt die kleine Großstadt Ulm mit ihren 120.000 Einwohnerinnen und Einwohnern? Wo wird gearbeitet, wo gewohnt und wo gelebt? Wer sorgt für die warme Wohnung, wer für das Licht? Was passiert in der Nacht auf der Donau, hinter den Mauern der Wilhelmsburg und wo landet der Müll? Die SWR Dokumentation zeigt, wie die Stadt mit ihrer Infrastruktur funktioniert. Facettenreiche Porträts von Bürgerinnen und Bürger fügen sich zu einem umfassenden Bild von Ulm und ihrer kleinen Schwester Neu-Ulm auf der anderen Donauseite zusammen. Wo kann man das "Ulmerische" greifen? Autor Sebastian Lindemann beginnt im Morgengrauen und zeichnet einen fiktiven Tagesablauf bis in die Nacht. In 60 Minuten ergründet seine Doku Wesen und Mentalität der Menschen, die zwischen schwäbischer Nüchternheit und ihrem Hang zu Global Playern eine Identität entwickelt haben. Dazwischen gibt es immer wieder überraschende Einblicke in historische Entwicklungen, aber zur Frage, wo und wie Impulse des Wandels ausgelöst wurden. Die Doku startet morgens um fünf Uhr, wenn die Stände des Wochenmarkts aufgebaut werden. Ein SWR Fernseh-Team begleitet eine Busfahrerin durch die morgendliche Rushhour, zeigt, wie vom Fuße der Alb frische Milch in die Stadt gefahren wird, während in der Bäckerei Zaiser nach mittelalterlichem Rezept Zuckerbrot entsteht. Die 24-Stunden-Doku macht Station beim Restaurator, der auf dem Münsterturm für den Erhalt der Steine kämpft und besucht einen Galeristen im Fischerviertel. Schließlich geht's am Nachmittag in die Friedrichsau zu den Paddlerinnen und Paddlern auf der Donau und zu einem Forscher in der Wissenschaftsstadt, der aus Brennstoffzellen mit Wasserstoff Energie gewinnt. Am Abend gibt es einen Blick hinter die Mauern der Wilhelmsburg, wo eine Kostümbildnerin für die "Aida"-Vorstellung arbeitet, während ein Soundkünstler den Klang der Münsterglocken einfängt. In eindrucksvollen Luftaufnahmen und mit dichten Bildern zeigt diese SWR Doku, dass Ulm mehr zu bieten hat als nur den höchsten Kirchturm der Welt. Das Publikum erlebt die Donaustadt als Visionärin.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Donnerstag, den 07.01.2021 um 11:15 Uhr auf SWR.