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Weihnachten auf dem Land - Erinnerungen aus dem Südwesten

Erinnerungen aus dem Südwesten
Samstag, 19.12.2020 14:30 Uhr
SWR
Samstag
19.12.2020
14:30 Uhr
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Wie war das früher zu Heiligabend, als eine Apfelsine noch als kostbares Geschenk galt? Als sich die Frauen im Dorf zum gemeinsamen Binden der Adventskränze trafen und die Krippe aus Wachsfiguren bestand, für die die ganze Familie Moos im Wald suchte? Wie sehen die Erinnerungen aus an das Weihnachten auf dem Land in den 1940er, 50er und 60er Jahren, lange vor dem heutigen Konsumtrubel?
Damals gab es viele feste Rituale. Die Autoren Elmar Babst, Holger Wienpahl und Christopher Paul sind durch den Südwesten gereist und haben sich davon erzählen lassen. Bäuerin Agnes Sester aus Gengenbach im mittleren Schwarzwald brachte als Kind zu Heiligabend die Almosenpäckchen ihrer Mutter zu den bedürftigen Nachbarn. Die Knechte saßen wochenlang während der Winterabende über Laubsägearbeiten, als Geschenke für die Bauernkinder. Der ehemalige Förster aus Kniebis im nördlichen Schwarzwald erinnert sich daran, wie sich die Nachbarn reihum abends besuchten, um Heizkosten und Licht zu sparen.
Eine lange Tradition hat das "Dingeln" in Ahrweiler. Die Glocken werden dort noch mit der Hand geschlagen. Werner Bergmann gehört zu denen, die in Eiseskälte auf den Kirchturm geklettert sind, um pünktlich nach dem Weihnachtsgottesdienst Weihnachtslieder mit den Glocken anzustimmen. Für den Diakon Günter Johannes Barth bei Bingen war die Schiffsprozession auf dem Rhein ein Höhepunkt. Jahrelang fuhr er in der Figur des historischen Nikolaus auf dem Rhein, um die Rheinschiffer zu segnen.
Und natürlich spielt auch die Krippe eine besondere Rolle. Gustl Hertling hat im Westerwald in Waldbreitbach eine der größten Krippensammlungen des Südwestens zusammengestellt. Seit frühester Kindheit ist er vor allem von Wurzelholz-Krippen fasziniert. Auch Jürgen Hohl aus Weingarten in Oberschwaben liebte die Weihnachtskrippe seiner Eltern. Als er jedoch eines Tages dem armen Jesulein eine wärmende Kerze an die Seite stellte, war es um die schönen Wachsfiguren geschehen. Kabarettist und Journalist Hubert vom Venn erzählt von typischen, skurrilen und besonderen Weihnachtsbräuchen in der Eifel - seiner Heimat.
Der Film ist eine lebendige Zeitreise in die Vergangenheit. Viele Schwarz-Weiß-Aufnahmen und historisches Archivmaterial ergänzen die Erzählungen und Bilder von heute.
Die Sendereihe "Auf dem Land", zu verschiedenen Sendezeiten ausgestrahlt, bietet in lockerer Reihenfolge Erinnerungsfernsehen aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Wie haben die Menschen früher auf dem Land gelebt? Wie sah ihr Alltag aus? In einer Mischung von Zeitzeugen-Erzählungen, heutigen Landschaftsaufnahmen und historischem Filmmaterial entsteht ein bunter Bilderbogen über das Leben früher. Es sind Geschichten aus einer scheinbar anderen Welt, und doch Erinnerungen, die gar nicht so lange her sind.
Wie war es früher zu Heiligabend, als eine Orange noch als kostbares Geschenk galt? Als sich die Frauen im Dorf zum gemeinsamen Binden der Adventskränze trafen und die Krippe aus Wachsfiguren bestand, für die die ganze Familie Moos im Wald suchte? Wie sehen die Erinnerungen an Weihnachten auf dem Land in den 1940er, -50er und -60er Jahren aus, lange vor dem heutigen Konsumtrubel? Damals gab es feste Rituale. Die SWR Autoren Elmar Babst, Holger Wienpahl und Christopher Paul sind durch den Südwesten gereist und haben sich davon erzählen lassen.
Bäuerin Agnes Sester aus Gengenbach im mittleren Schwarzwald brachte als Kind zu Heiligabend die Almosenpäckchen ihrer Mutter zu den bedürftigen Nachbarn. Die Knechte fertigten an den Winterabenden Laubsägearbeiten als Geschenke für die Bauernkinder an. Der ehemalige Förster aus Kniebis im nördlichen Schwarzwald erinnert sich daran, wie sich die Nachbarn reihum abends besuchten, um Heizkosten und Licht zu sparen. Eine lange Tradition hat das Dingeln in Ahrweiler. Dort werden die Glocken noch mit der Hand geschlagen. Werner Bergmann gehört zu denen, die in Eiseskälte auf den Kirchturm geklettert sind, um pünktlich nach dem Weihnachtsgottesdienst Weihnachtslieder mit den Glocken anzustimmen. Für Diakon Günter Johannes Barth bei Bingen war die Schiffsprozession auf dem Rhein ein Höhepunkt. Jahrelang fuhr er als Nikolaus auf dem Rhein und segnete die Rheinschiffer.
Gustel Hertling hat im Westerwald in Waldbreitbach eine der größten Krippensammlungen des Südwestens zusammengestellt. Seit frühester Kindheit ist er vor allem von Wurzelholz-Krippen fasziniert. Jürgen Hohl aus Weingarten in Oberschwaben liebte die Weihnachtskrippe seiner Eltern. Kabarettist und Journalist Hubert vom Venn erzählt von Weihnachtsbräuchen in der Eifel, seiner Heimat. Der Film ist eine Zeitreise in die Vergangenheit. Viele Schwarzweiß-Aufnahmen und historisches Archivmaterial ergänzen die Erzählungen und Bilder von heute.
22.12.2016 SWR/SR

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 19.12.2020 um 14:30 Uhr auf SWR.