Gotthilf Fischer, der Mann aus dem schwäbischen Plochingen, lässt sich nicht einordnen. Der SWR Film zeigt ihn als einen facettenreichen Menschen mit großer Neugier, der immer wieder unkonventionelle Wege ging, um Menschen zum Singen zu bringen. Zu seinem 85. Geburtstag 2013 gratulierten viele Prominente: Franz Beckenbauer, Harald Schmidt, Frank Zander, Susanne Fröhlich, Udo Lindenberg, Mareile Höppner und sogar der Rapper Cro. Oft als "Herr der singenden Heerscharen" bezeichnet, begann Fischer bereits als 15-Jähriger seinen ersten Chor zu leiten. Einem größeren Publikum wurde er bekannt, als er 1974 beim Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft mit seinen Chören im Olympiastadion München auftrat und vor einem Milliardenpublikum das ganze Stadion zum Singen brachte. In den darauf folgenden Jahren war Gotthilf Fischer immer wieder für eine Überraschung gut. Für Schlagzeilen sorgte sein Auftritt bei der Love-Parade in Berlin oder seine Teilnahme als Dirigent beim "Smoke on the water"-Gitarrenweltrekord in Leinfelden-Echterdingen. Er widmete Jimmy Carter eine Friedensmesse oder sang in Rom für den Papst.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 19.12.2020 um 16:00 Uhr auf SWR.