

Reporter Julius Bauer interessiert sich für jüngere Zeitgeschichte, für Ereignisse aus der Heimat, die überregional bedeutend und in ihrer Zeit Tagesgespräch waren. Für Geschehnisse, die noch vor seinem eigenen Erleben stattgefunden haben, ihm aber irgendwie bekannt vorkommen. Warum? Anscheinend wiederholen sich viele Dinge im Weltgetriebe, es sind die ewig gleichen Themen, die die Menschen bewegen. Selbst die Pandemie: Da gibt es tatsächlich eine Frau aus Briedel an der Mosel, die bereits 1947 einen Lockdown erlebt hat und überlebt hat - damals gab es in dem kleinen Örtchen eine Paratyphus-Epidemie. Und Ilse hat einen Rat für die heutige Zeit parat. Zum Beispiel Klimawandel. Da gibt es einen Mainzer, der im Kältewinter 1956 über den zugefrorenen Rhein spaziert ist. Heute findet Klaus die Fridays for Future-Bewegung wichtig. Wie haben Menschen früher ihrem Protest Ausdruck verliehen? Julius trifft Uli aus Norheim, einen Festival-Macher, der sein Leben dem Protest gewidmet hat. Da war doch in den 80ern einer der ersten Lebensmittelskandale im Land: der Glykolwein-Skandal. Peter, ein damals verantwortlicher Manager, erzählt, wie man Krisen übersteht. Aber nicht nur die großen Ereignisse, auch die kleinen, privaten Dinge interessieren unseren Reporter Julius Bauer: Wie war das damals mit der Liebe und dem Kennenlernen? Ein heißes Heftchen der damaligen Landesregierung verursachte Mitte der 90er einen bundesweiten Skandal und stürzte sogar einen Minister. Julius Bauer schlüpft quasi in die "Enkel-Rolle" und befragt ältere Zeitzeug*innen in der "Oma/Opa-Rolle" am Schauplatz ihrer Erlebnisse. Am Ende bleibt immer was hängen: ein Rat, eine Lebensweisheit, eine Erinnerung.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 27.12.2020 um 18:45 Uhr auf SWR.