Der Winter ist für die Tierwelt ohne Frage die härteste Zeit des Jahres. Die Tage sind kurz und dunkel, Schnee und Eis überziehen Land und Gewässer. Für Adler, Luchs und Fuchs wird es immer schwerer, Beute zu machen. Oft hängt ihr Überleben von den Opfern ab, die der Winter fordert.
Doch es gibt auch Tiere, die ausgerechnet in eisiger Kälte ihren Nachwuchs bekommen: Kreuzschnäbel ziehen ihre Brut bevorzugt im Winter groß, und an der Nordseeküste kommen zur Jahreswende die ersten Kegelrobbenjungen zur Welt.
Im Südwesten Deutschlands wird es schon im März merklich wärmer. Feldhasen beginnen mit der Paarung und Wildschweine haben bereits Nachwuchs. Die Hochalpen sind dagegen noch weit über den Winter hinaus von Schnee bedeckt. So manche Lawine bringt eine Gams ums Leben, und Kolkraben wie Steinadler bekommen ihre Chance.
Die Menschen feiern gerade im Winter einige ihrer farbenprächtigsten Feste: Lichtfeste wie Weihnachten, das traditionelle, nordfriesische Biikebrennen und der Hexensabbat haben ihren Ursprung in uralten vorchristlichen Winterritualen - eine Antwort auf die Dunkelheit der Jahreszeit.
Von den rauen Küsten im Norden Deutschlands bis zu schneebedeckten Gipfeln der österreichischen Alpen erstreckt sich eine der faszinierendsten Regionen Europas. Ein lebendiges, seit jeher den Jahreszeiten unterworfenes Miteinander von wilder Natur und reicher Kultur. Deutsche und österreichische Filmer haben Vertrautes und Unbekanntes beider Länder in spektakulären Bildern eingefangen: Höhepunkte aus dem Verhalten der Tiere, großartige Landschaften aber auch traditionelle Bräuche, regionaltypisches Handwerk und prächtige Feste im Laufe der vier Jahreszeiten.
Neben den beeindruckenden Bildern ist auch die Filmmusik, eingespielt von der NDR Radiophilharmonie Hannover unter der Leitung von Timothy Brock, außergewöhnlich.
Film von Nele Münchmeyer
Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 18.12.2020 um 06:15 Uhr auf phoenix.