

Manchmal gerät sie beim langen einförmigen Radfahren in Trance. Dann lösen sich die psychischen Bremsen und sie lässt "sich frei in ein unvergleichliches Glücksgefühl" fallen. Doch Elke Schanz- Matern kennt beim Triathlon auch Schmerzen, Scheitern und Niederlagen. Dennoch beendet die 52-Jährige nicht ihre Sportkarriere, sondern will es nochmal wissen und zum weltberühmten 'Ironman' nach Hawaii.
Dafür muss sie sich aber erst mal beim Ironman-Triathlon in Regensburg qualifizieren. Das heißt knapp vier Kilometer schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und anschließend einen Marathon laufen - alles in elf Stunden. Seit mehr als 20 Jahren setzt sie sich freiwillig dieser Schinderei aus. Manchmal, wenn sie mit Müdigkeit und Verletzungen kämpft, stellt sie alles in Frage. Doch dann lockt wieder das Hochgefühl, einen Wettkampf zu bestehen. Und es steckt noch mehr dahinter, dem Triathlon so lange treu zu bleiben.
Bei Elke Schanz- Matern begann es mit 18 Jahren, als sie ihrem Liebeskummer auf dem Trimm-Dich-Pfad davonrannte. Später überwand sie auf diese Weise Angstattacken. Heute gibt ihr der Sport Selbstbewusstsein, Kraft und Geborgenheit. Letztendlich geht es ihr dabei weniger um das kurze Glück des Wettkampfsiegs, sondern um den "Seelenfrieden", um Selbstdisziplin, Entsagung, Überwindung und die Befriedigung, es zu schaffen.
Extremsport heißt, Körper und Geist an ihre Grenzen zu bringen. Was ist das für ein Vergnügen - das Glück der Grenzüberschreitung? Was bedeutet für die Sportlerin die Überwindung ihrer Angst? Welches Glück findet sie in der immer neuen Herausforderung?
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 15.11.2020 um 07:00 Uhr auf SR.