Hamburgs Mülldetektive - Dem Abfall auf der Spur

Dem Abfall auf der Spur

Quelle: Pressebild
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In der Metropole Hamburg kommen gut 1,5 Millionen Tonnen Müll im Jahr zusammen. Nicht immer wird dieser richtig entsorgt. Große und kleine Müllsünden - dafür gibt es in Hamburg die sogenannten WasteWatcher, eine Erfindung der Stadtreinigung Hamburg. Die Mülldetektive sind eine Art "Sondereingreiftruppe" für wilde Müllablagerungen und achtlos weggeworfenen Müll, auch Littering genannt. Sie spüren die Verursacher auf. Durch ihre Aufklärungsarbeit und Präsenz an belebten Stellen wie zum Beispiel am Hauptbahnhof oder an der Alster soll Hamburg wieder sauberer werden.


Bei fast 1,9 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern kommen in der Metropole Hamburg gut 1,5 Millionen Tonnen Müll im Jahr zusammen. Nicht immer wird dieser richtig entsorgt.

Große und kleine Müllsünden, dafür gibt es in Hamburg die sogenannten WasteWatcher, eine Erfindung der Stadtreinigung Hamburg. Die Mülldetektive, Robert Dahlke und Sebastian Orzechowski, sind eine Art "Sondereingreiftruppe" für wilde Müllablagerungen und achtlos weggeworfenen Müll, auch Littering genannt. Sie spüren die Verursacher auf. Durch ihre Aufklärungsarbeit und Präsenz an belebten Stellen wie zum Beispiel am Hauptbahnhof oder an der Alster soll Hamburg wieder sauberer werden.

Seit einer groß angelegten, millionenschweren "Sauberkeitsoffensive" der Freien und Hansestadt haben die WasteWatcher seit 2018 neue Befugnisse, sie dürfen Ordnungswidrigkeitsverfahren einleiten. Viele Kommunen folgen inzwischen dem Hamburger Vorbild. Mit 15.000 Ordnungswidrigkeiten in Hamburg hat sich die Zahl 2019 im Vergleich zum Vorjahr schon vervierfacht, an erster Stelle stehen dabei weggeworfene Zigarettenkippen. An zweiter Stelle die wilden Müllablagerungen, zwei Drittel davon an Depotcontainerstandplätzen.

Aber wie gehen diese Mülldetektive eigentlich vor? Und wie reagieren die Müllverursacher, wenn sie auf frischer Tat ertappt werden? Ob Tourist oder Hamburger, ein Müllsünder staunt nicht schlecht, wenn er oder sie für die achtlos weggeworfene Kippe plötzlich zwischen fünf und 55 Euro Strafe zahlen muss. Die Mülldetektive wissen, was bereits eine Kippe in den Fugen der Promenade am Hafen für die Mitarbeitenden der Stadtreinigung bedeutet, denn die Kehrmaschine hat hier keine Chance. Von den Giftstoffen, die dadurch ins Abwasser gelangen, mal ganz abgesehen.

Manchmal haben die Mülldetektive es auch mit größeren Kalibern zu tun. Sogar Sondermüll wird dreist auf öffentlichem Grund entsorgt. In solchen Fällen muss die Wasserschutzpolizei hinzugezogen werden, die für umweltrechtliche und abfallrechtliche Straftaten zuständig ist.

Die Reportage begleitet die beiden erfahrenen Mitarbeitenden des 30-köpfigen Teams der WasteWatcher auf ihrem Streifzug durch verschiedene Stadtteile. Film von Meike Trautmann

Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 22.11.2020 um 07:15 Uhr auf tagesschau24.

22.11.2020
07:15
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Schlagwörter:Dokumentation/Reportage, Umweltfragen/Klima, Berufswelt
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22.11.2020 07:15 Uhr tagesschau24