Plastik ist aus unserem Alltag nicht wegzudenken. Mit 150 Kilogramm pro Person im Jahr ist der Verbrauch in Deutschland besonders hoch. Nur zwölf Prozent davon werden wiederverwertet. Die teils hochgiftigen Rückstände werden verbrannt, verschifft und landen in Schachtanlagen tief in der Erde. Mikroplastik setzt sich auf Böden und in unseren Meeren ab. Ein Ende des Plastiks ist nicht in Sicht. Was könnten mögliche Lösungen für diese Misere sein? Deutschland ist heute größter Plastikproduzent in Europa. Und das liegt vor allem daran, dass Kunststoff in der Herstellung so billig ist. Im Gegensatz dazu sind viele Entwicklungsländer auf gebrauchtes Plastik angewiesen, um Kunststoff zu produzieren. China hat lange deutschen Plastikmüll importiert, seit Anfang 2018 ist Schluss damit. Daraufhin suchte sich Deutschland einen neuen Absatzmarkt und fand ihn vor Europas Toren. Die Türkei ist heute einer der Hauptabnehmer des Plastikmülls. Mit weitreichenden Folgen für das türkische Abfallsystem und die Umwelt. Autorin Antonia Coenen reist in die Türkei und spricht mit Produzenten und Umweltaktivisten.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 11.12.2020 um 15:45 Uhr auf ZDFinfo.