

Gebaut wurde die Eisenbahn in Kamerun während deutscher Kolonialzeit und später unter französischem Mandat.
Die Reise auf der sogenannten Mittellandbahn führt vom Wirtschaftszentrum Douala, unweit des Atlantiks, hinauf nach Yaoundé, der Hauptstadt Kameruns. Schon in Douala erkennt man das Koloniale Erbe Kameruns an der Architektur - deutsche und französische Häuser stehen hier dicht beieinander.
Die Eisenbahn ist der ideale Ort, die Menschen und die Kultur des Landes zu entdecken. Im Süden Kameruns lernt das Filmteam die Lebensweise der Pygmäen kennen.
Ein beeindruckendes Überbleibsel deutscher Kolonialgeschichte in Kamerun ist die Brücke von Edéa. Sie wird zwar von der Eisenbahn nicht mehr genutzt, zur Zeit ihrer Inbetriebnahme aber war sie mit einer Spannweite von 160 Metern die längste Stahlbogenbrücke Afrikas. Heute dient sie als "Kulturbrücke" und ist ein Symbol der Beziehungen zwischen Kamerun und Deutschland.
Gebaut wurde die Bahn, um u.a. Palmöl zum Hafen nach Douala zu transportieren. Damals war es das wichtigste Handelsgut und noch heute wird es wie anno dazumal hergestellt. In Njock findet man die Überreste des letzten deutschen Bahnhofs von Kamerun. Die weitere Strecke bis Yaoundé wurde unter französischem Mandat weitergebaut. Heute ist hier eine kleine Kapelle untergebracht. 70 Prozent der Kameruner sind Christen. Die Evangelisierung Kameruns nahm ihren Ursprung in Yaoundé.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 10.11.2020 um 11:10 Uhr auf BR.