

Der Begriff "Kurd" umschrieb im Mittelalter Nomadenstämme, die weder Arabisch noch Türkisch sprachen. Die bis zu 500 verschiedenen kurdischen Stämme waren zum Großteil Nomaden und hatten untereinander wenig gemein. Im Laufe der Jahrhunderte bildete sich dennoch eine eigene kurdische Identität heraus - basierend auf kulturelle und ethnischer Zugehörigkeit und gefestigt durch permanente Fremdherrschaft, der die Kurden in ihrer Geschichte unterworfen waren.
Die Kurdische Arbeiterpartei PKK tritt heute bei ihrem Kampf für einen eigenen Kurdenstaat am militantesten auf, auch wenn sie militärisch kaum Chancen gegen die türkische Armee hat. Spektakuläre Aktionen bis zu Selbstverbrennungen und terroristische Anschlägen markierten über Jahrzehnte die Politik der PKK. Als Konsequenz aus diesen Gewalttaten gilt in Deutschland seit dem 26. November 1993 ein Betätigungsverbot für die PKK, seit 1998 wird sie von Deutschlands Innenbehörden als kriminelle Vereinigung eingestuft.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 13.11.2020 um 02:15 Uhr auf phoenix.