

Seine Frau Elisabeth, ebenfalls Ärztin, lernte er am Städtischen Krankenhaus in Mainz kennen. Mit ihr zusammen betrieb er in den 1950er Jahren in Bad Kreuznach eine urologische Praxis.
"Bekannt im Land" erzählt mit Original-Bildmaterial aus der damaligen Zeit vom Leben und Wirken des Nobelpreisträgers und zeigt, was er mit seinen Versuchen für die moderne Herzchirurgie und -therapie geleistet hat und welche Errungenschaften auf seine Pionierarbeit zurückgehen. Herzchirurginnen und Herzchirurgen der Uni Mainz zeigen bei einer Herzoperation, wie die Herzkatheter heute in der modernen Medizin eingesetzt werden und berichten, welche Bedeutung Werner Forßmanns Entdeckungen für die moderne Medizin haben und wie er in ihrer täglichen Arbeit präsent ist.
Persönliche Statements der Kinder des Nobelpreisträgers bringen Zuschauerinnen und Zuschauern den Mensch Werner Forßmann näher. Dabei geht es um seinen starken Charakter, seinen Forschungsdrang, den Nobelpreis, aber auch um das Dilemma als Arzt im Dritten Reich. Forßmann arbeitete in den 1930er Jahren unter Ferdinand Sauerbruch als Chirurg an der Berliner Charité und nahm im Krieg als Sanitätsarzt am Russlandfeldzug teil. Über seine Rolle im Nationalsozialismus hat der schwedische Geheimdienst in den 1950er Jahren vor der Preisverleihung intensiv recherchiert, aber offenbar nichts gefunden, was dieser Ehrung im Weg gestanden hätte. Nach Kriegsende unterstützte Forßmann seine Frau bei ihrer Arbeit als Landärztin im Schwarzwald, bis die Familie nach Bad Kreuznach übersiedelte.
An Originalschauplätzen in Bad Kreuznach, Bad Dürkheim, Mainz und Wambach/Wies im Schwarzwald lernen die Zuschauerinnen und Zuschauer die Kinder der Forßmanns kennen. Mit deren Erzählungen und den Familienfotos bekommt man einen Eindruck von der Persönlichkeit des Medizinpioniers. Auch der Arzt Hans Viardot kommt zu Wort, der Werner Forßmann bis zu seinem Tod behandelt hat.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 08.11.2020 um 18:45 Uhr auf SWR.