Die Avocado ist reich an Nährstoffen und gilt bei Europäern deshalb als "Superfood". Die Frucht wird immer beliebter, nicht zuletzt als eine umweltfreundliche Alternative zu Fleisch. Im Anbaugebiet in Chile ist die Avocado jedoch Auslöser für Wassermangel, Menschenrechtsvergehen und eine unökologische Logistikkette. Schon immer wurden in Petorca Avacados angepflanzt. Früher waren es vor allem Kleinbauern, die die Frucht säten und ernteten. Doch dann wurde die Avocado in den 1990er-Jahren weltweit beliebt. Seither dominieren Grossgrundbesitzer das Avocado-Geschäft. Dafür brauchen sie vor allem eins: jede Menge Wasser. Für drei Avocados werden 1000 Liter Wasser benötigt. Diese Menge ist deutlich höher als bei anderem Gemüse. In der Folge leidet die Region Petorca unter akutem Wassermangel. Ein solcher Wassermangel macht die heutige Klimasituation noch prekärer. Die Flussbetten sind schon lange ausgetrocknet und Wasser muss mit einem Lastwagen zu den Menschen gebracht werden. Rodrigo Mundaca kämpft gegen all das. Er hat eine Organisation gegründet, die für das Recht auf Wasser und gegen den überbordenden Anbau von Avocados kämpft. Doch damit hat er sich mächtige Feinde geschaffen.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Donnerstag, den 08.10.2020 um 22:05 Uhr auf SRF 2.