

Die Galapagos Inseln gelten spätestens seit Darwins Buch "Die Entstehung der Arten" als Wiege der Evolution. 600 km vor der Küste Ecuadors gelegen verfügen die 14 Hauptinseln und unzählige kleinere, über einen enormen Artenreichtum. Lange Zeit vermutete man den vulkanischen Ursprung als entscheidenden Faktor für Entstehung der so außergewöhnlichen Tierwelt. Tatsächlich aber ist die Lage der Inselgruppe viel entscheidender: Sie liegen im Kreuzpunkt bedeutender Meeresströmungen.
Der Humboldtstrom aus der Antarktis und der vom Südamerikanischen Festland kommende Panamastrom treffen hier zusammen. Sie sorgen nicht nur für ein sich ständiges wechselndes Klima und das Vorhandensein von Jahreszeiten am Äquator. Mit diesen Strömungen kamen auch die meisten tierischen Besiedler auf die Inselgruppe.
Einer dieser Besiedler ist die Meerechse. Die einzige Echse der Welt die sich ausschließlich von Meeresalgen ernährt und diese auf ausgedehnten Tauchgängen unter Wasser abgrast. Eine Anpassung an den Nahrungsmangel an Land. Vermutlich hat diese Adaption Jahrmillionen gebraucht. Eine Erfolgsgeschichte wie aus dem Lehrbuch und dennoch droht sie nun ein jähes Ende zu finden. In den vergangenen Jahrzehnten nimmt die Population der Meerechsen immer weiter ab. Heute gelten sie als vom Aussterben bedroht. Ein Film von Thomas Behrend
Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 03.11.2020 um 20:15 Uhr auf WDR.