

Tausende von Stupas, Steintempel und Pagoden zeugen noch heute von der blühenden Kultur der drei großen Siedlungszentren im Kathmandu-Tal: Kathmandu, Patan und Bhaktapur. Prachtvolle Palastarchitektur entstand unter der Malla-Dynastie, die bis ins 18. Jahrhundert in den drei Stadtkönigreichen regierte. Die drei Herrscher versuchten, sich gegenseitig mit dem Bauen von immer schöneren und höheren Pagoden zu übertreffen und die Gunst ihrer hinduistischen Götter auf sich zu lenken. "Nyatapola", die "Fünf-Dächer-Pagode" aus Ziegeln und Holz, wurde mit über 30 Metern Höhe zum Wahrzeichen des Kathmandu-Tals.
Bhaktapur, "die Stadt der Gläubigen", ist heute - nach langjährigem Restaurierungsprogramm - die besterhaltene der drei Königsstädte. Mit dem Stadtbild haben sich auch kulturelle Traditionen und Rituale bewahrt, zum Beispiel "Bisket Jatra", das achttägige Neujahrsfest, bei dem die Oberstadt gegen die Unterstadt zum Wettstreit antritt. Ganz Bhaktapur ist auf den Beinen und versucht, den ohne Nägel gezimmerten großen Prozessionswagen, eine Nachbildung eines längst verfallenen Tempels, in den eigenen Stadtteil zu ziehen. Aus der Reihe "Schätze der Welt - Erbe der Menschheit"
Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 26.10.2020 um 02:45 Uhr auf tagesschau24.