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Galapagos (2/2)

Zwischen Himmel und Hölle
Mittwoch, 07.10.2020 10:35 Uhr
HR
Mittwoch
07.10.2020
10:35 Uhr
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Bildquelle: Pressebild (ard2017)
Bildquelle: Pressebild (ard2017)

Der Engländer Charles Darwin beobachtete die Tiere auf Galapagos und konnte dadurch seine Evolutionstheorie entwickeln. Heute weiß man, warum es gerade auf Galapagos so viele seltsame Tiere gibt. Sie kamen aber keineswegs freiwillig, die meisten von ihnen sind "Schiffbrüchige" und gerieten durch Stürme oder starke Meeresströmungen dorthin. So brachte der aus der Antarktis kommende Humboldtstrom Pinguine bis nach Galapagos.

Über die Jahrtausende hat sich deren Körperbau verändert, damit sie auf den Inseln überleben konnten. Heute ist der Galapagos-Pinguin nicht nur der einzige Pinguin, der in den Tropen überleben kann, er ist auch die kleinste Pinguinart überhaupt. Kaum größer als eine Ente, ist er nur durch diese Minimalisierung seiner Größe in der Lage, den tropischen Temperaturen zu trotzen. Eine solche Meisterleistung ist der Evolution auch beim Galapagos-Kormoran gelungen: Während andere Kormorane oft große Strecken fliegen, um Fische zu entdecken, verlor der Galapagos-Kormoran diese Fähigkeit komplett. Nicht nur, weil er die Nahrung in Galapagos direkt vor der Haustür findet, sondern vor allem, weil es keine Feinde gibt, vor denen er fliehen müsste. Heute hat der Galapagos-Kormoran nur noch Stummelflügel. Heute ist der Galapagos-Kormoran der größte Kormoran der Welt. Für alle Tiere auf den Galapagosinseln waren darüber hinaus Verhaltensanpassungen ein weiterer wichtiger Schritt, um auf den Vulkaninseln überleben zu können. Kaum ein Tier zeigt das eindrucksvoller als der Vampirfink. Er kommt ausschließlich auf den Inseln Darwin und Wolf vor. Mehr als 100 Kilometer von allen anderen Inseln des Archipels entfernt, gibt es auf den Miniinseln kein Wasser und kaum Nahrung. Der Vampirfink musste erfinderisch sein: Mit seinem skalpellartigen Schnabel öffnet er die Haut an den Federkielen der Nazca-Tölpel und trinkt ihr Blut. Dabei ist er so geschickt und vorsichtig, dass das Opfer nicht die Flucht ergreift. Nur manchmal, wenn zu viele Vampirfinken durstig sind, kommt es zum Blutrausch. Ein Film von Thomas Behrend

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 07.10.2020 um 10:35 Uhr auf HR.

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Schlagwoerter
Dokumentation/Reportage, Natur, Ecuador, Tiere