

Karl Wald, ein Schiedsrichter in der oberbayerischen Provinz hatte genug. Immer wieder musste er bei Pokal- und K.O. Spielen, die nach 90 Minuten plus Verlängerung nicht entschieden waren, die Münze über den Sieger entscheiden lassen. Für einen Gerechtigkeitsfanatiker wie Wald ein Unding, also erfand der Penzberger 1970 das Elfmeterschießen, das er heimlich nach Freundschaftsspielen ausprobierte.
Er stellte seine revolutionäre Idee dem Bayerischen Fußballverband vor, der prompt seine Einführung beschloss, der DFB, die UEFA und die FIFA übernahmen die neue Regel. 1976 feierte das Elfmeterschießen seine internationale Premiere bei einem Großturnier. Das Europameisterschaftsfinale Deutschland gegen die CSSR entschied Uli Hoeneß, indem er seinen Strafstoß in den Belgrader Nachthimmel schoss und damit den Außenseiter aus der CSSR zum Europameister machte.
In seiner 45-minütigen Dokumentation beleuchtet Christoph Nahr die ungewöhnliche Geschichte des Elfmeterschießens, das für viele Fußballfreunde zu den Höhepunkten eines Fußballturniers gehört.
Die (tragischen) Helden der deutschen Fußball Geschichte wie Uli Hoeneß, Toni Schumacher, Andreas Köpke und Bastian Schweinsteiger erzählen von ihren Erfahrungen.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 12.09.2020 um 17:00 Uhr auf BR.