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Transit Havanna

Transgender als Erbe der Revolution
Montag, 14.09.2020 23:50 Uhr TV-Tipp
arte
Montag
14.09.2020
23:50 Uhr
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Bildquelle: Pressebild (ard2017)
Bildquelle: Pressebild (ard2017)

Einmal im Jahr kommen zwei Ärzte aus den Niederlanden und Belgien nach Havanna und führen dort auf Initiative von Fidel Castros Nichte kostenlos geschlechtsangleichende Operationen durch. Mariela Castro organisiert dies im Sinne der sozialistischen Revolution. Ihr Motto: "Nein zur Homophobie, ja zum Sozialismus!" Feinfühlig erzählt, wunderbar fotografiert und als Kinoerlebnis montiert, interessiert sich der Film dafür, wie es Menschen geht, die an Wendepunkten ihres Lebens stehen. So wie Malú, Odette und Juani, die für ein Leben im richtigen Körper kämpfen.

Malú ist Aktivistin und Wortführerin in der Transgender-Community und wartet schon seit Jahren auf ihre Chance zur Operation. Odette sagt von sich, sie sei der beste Panzerfahrer Kubas gewesen. Streng religiös lebt sie in ständigem Zwist mit ihrer Mutter und Großmutter und verdingt sich als Ziegenhirtin. Juani sagt, er sei der erste transsexuelle Kubaner, und er erzählt, dass es wegen des Embargos jahrelang kein Testosteron für seine Behandlung gab.

Die Dokumentation taucht ein in die kubanische Gesellschaft und zeigt - aus dem speziellen Blickwinkel der LGBT-Community gesehen - fern von Klischees, wie Kuba mehr als 50 Jahre nach der Revolution tickt. Nun kommt auch noch der historische Moment der Öffnung Kubas hinzu. Ein Dokumentarfilm von Daniel Abma

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 14.09.2020 um 23:50 Uhr auf arte.

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Schlagwoerter
Dokumentation/Reportage, Kuba, , Queer