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Usbekistan - Auf der Seidenstraße unterwegs

Ein Film von Max von Klitzing
Freitag, 28.08.2020 14:30 Uhr
WDR
Freitag
28.08.2020
14:30 Uhr
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Bildquelle: Pressebild (ard2017)
Bildquelle: Pressebild (ard2017)

Wilde Reiterspiele, märchenhafte Paläste und gastfreundliche Menschen, die stolz sind auf ihre großartige Kultur. All das begegnet den Reisenden, die auf der Seidenstraße durch Usbekistan unterwegs sind. Das zentralasiatische Land grenzt im Norden an Kasachstan und im Süden an Afghanistan. Die Reise beginnt in Samarkand und führt über Boysun, Termiz und Shahrisabz in die Hauptstadt Taschkent und dann von Buchara nach Xiva entlang der alten Handelsroute.

Jahrhundertelang boten märchenhafte Städte wie Samarkand, Buchara und Xiva den Handelskarawanen auf der Seidenstraße die nötige Infrastruktur, um ihre Waren umzuschlagen und Menschen und Tiere zu beherbergen. Zahlreiche Gebäude zeugen noch heute von der Pracht und dem Reichtum, den der Handel in die Oasenstädte brachte.

In Samarkand, einer der ältesten Städte der Welt, kennt kaum einer besser als der ehemalige Germanistikprofessor Aschur Eschpulatow die Architektur der drei prächtigen Koranschulen, Medresen genannt, auf dem Platz Registan, die zum UNESCO-Welterbe zählen. In Samarkand werden auch die wertvollen Seidenteppiche hergestellt. Dazu wird die Seide auf traditionelle Weise gefärbt. Wie lange die Walnusshüllen genau gekocht werden müssen, um den exakten Farbton zu erzielen, weiß nur der afghanische Färbermeister.
In der Region Boysun im Hissargebirge wird zum Nouruz-Fest das uralte Reiterspiel Kopkari ausgetragen. Mehr als hundert Reiter versuchen, einen Ziegenbalg vom Boden aufzuheben und mit dieser Beute den anderen Reitern zu entkommen.

In seinem Geburtsort Shahrisabz ließ der usbekische Volksheld Amir Timur (Tamerlan) im Jahr 1380 einen gigantischen Palast errichten. Er umfasste tausend mit Edelsteinen geschmückte Zimmer. Zu Timurs Ehrentag bereitet der Restaurator Aziz ein Picknick mit dem usbekischen Nationalgericht Palov vor, das überwiegend aus Reis, Schaffleisch und Möhren besteht.

Die Dokumentation zeigt Usbekistan mit seinen märchenhaften Bauten, der faszinierenden Landschaft mit Wüsten und Gebirgen und den Menschen mit ihren Herausforderungen zwischen der reichen Tradition und der Moderne. Sie beleuchtet aber auch die Probleme des Landes wie die Versalzung von Feldern durch den extensiven Baumwollanbau und die eingeschränkte Pressefreiheit.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 28.08.2020 um 14:30 Uhr auf WDR.

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Schlagwoerter
Dokumentation/Reportage, Usbekistan, Land/Leute