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Nah dran - Das Magazin für Lebensfragen

Verhältnis gestört? Wie Mensch und Natur zusammenfinden
Sonntag, 30.08.2020 07:30 Uhr
MDR
Sonntag
30.08.2020
07:30 Uhr
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Bildquelle: Pressebild (ard2017)
Bildquelle: Pressebild (ard2017)

* Hotspots mit Menschenmassen
Der Mensch liebt die Natur, wenn sie ihm das gibt, was er möchte: Ruhe, frische Luft, Bewegungsmöglichkeiten. Es ist eine erdrückende Liebe, sie nimmt mehr, als sie gibt. Corona hat gezeigt, dass die Natur Horden von Menschen nicht ertragen kann, es zu viel ist mit Müll und Lärm. Auf dem Thüringer Inselsberg haben wir uns umgesehen und wollten herausfinden, wie dort mit den Menschenmassen umgegangen wird.

* Naturfotograf in der Lausitz
Geld verdienen mit der Natur - aber sie dabei schützen - ein Balanceakt. Karsten Nitzsch versucht das in der Oberlausitz. Er führt Menschen durch die Natur, die auf der Suche nach besonderen Erlebnissen sind, nach Fotos von seltenen Tieren. Doch er setzt Grenzen, nicht um jeden Preis unterstützt er die Sensationsgier der Touristen. Abstand, Ruhe, Gelassenheit und zur Not der Verzicht auf das spektakuläre Wolfs-Erlebnis sind sein Motto. Geht das auf?

* Die Natur setzt Grenzen
Die Arten in der Natur Sport zu treiben sind vielfältig. Und einige Menschen unterschätzen dabei ihre Grenzen: erschöpfte Wanderer, hilflose Schwimmer, gestürzte Kletterer - der Übergang vom Genuss zur Ernüchterung geht rasend schnell und bringt oft auch Verletzungen. "Nah dran" begleitete eine Rettungsschwimmerin und die Bergwacht Bielatal bei ihren Einsätzen für die Verunglückten.

* Ein Seelsorger mit Greifvögeln
Leonhard Kindermann ist Falkner und Seelsorger. Die Ausstrahlung der Greifvögel ist für ihn ein sehr hilfreiches Mittel beim Umgang mit traumatisierten, schwachen Menschen. Und die Tiere bilden ein Bindeglied, um Schöpfung und Respekt vor der Natur thematisieren zu können. Wir haben den Falkner einen Tag lang begleitet und uns in den Bann der erhabenen Vögel ziehen lassen. Eine Partnerschaft auf Augenhöhe? Der Mensch nutzt die Natur, es mangelt an Rücksicht, Respekt, Achtung. Ist das der richtige Eindruck?

"Nah dran" besucht Menschen, die wissen, was die Natur braucht.
Wir wünschen uns Geschichten von Menschen, die Natur bewahren wollen und sich respektvoll in ihr bewegen. Pilgernde, Rastende und schweißgebadete Menschen, denen die Natur ein Ort der Zuflucht ist, Konzepte für nachhaltige touristische Vermarktung, gelungene Verbindungen zwischen Mensch und Natur.

Aber es geht auch um Raubbau und Ausbeutung, denn das liegt doch ziemlich nah beieinander. Nicht immer ist das, was gut gemeint ist, auch wirklich gut für die Natur. Wir suchen Geschichten über Menschen, die mit der Sehnsucht nach Natur Geld verdienen und dafür Vieles in Kauf nehmen.

Langstreckenflüge sind im Moment nicht angesagt, als Ersatz zieht es viele in die Naherholungsgebiete. Was lernen wir aus der Zeit, in der die Natur kurz aufatmen konnte?

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 30.08.2020 um 07:30 Uhr auf MDR.