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Stadt, Land, Flut

Neue Methoden bei Hochwasser
Sonntag, 16.08.2020 07:45 Uhr
phoenix
Sonntag
16.08.2020
07:45 Uhr
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Bildquelle: Pressebild (ard2017)
Bildquelle: Pressebild (ard2017)

Jahrelang setzten Städte und Kommunen nur auf höhere, stabilere Dämme, mit dramatischen Folgen, weil sich Wasser immer seinen Weg bahnt. Doch inzwischen setzt vielerorts ein Umdenken ein: „Das Wasser einladen“, lautet die neue Marschrichtung. Vorreiter sind die Niederlande. In Dordrecht wird das Wasser im Falle einer Flut nicht länger mit immer massiveren Dämmen abgehalten. Die Stadt macht dem Wasser Platz: Spielplätze, Sportanlagen, ganze Siedlungen sind so angelegt, dass sie bei steigendem Pegel jede Menge Wasser aufnehmen können, ohne dass die Häuser „nasse Füße“ bekommen.

Die Domstadt Köln hat ebenfalls aus früheren Hochwassern gelernt. Entlang des Rheins gibt es Schwemmwiesen, die Wasser aufnehmen, spezielle Pumpwerke und mobile Hochwasserwände. Und auch im Elbauetal bei Lenzen in Brandenburg geht man neue Wege in der Hochwasser-Bekämpfung: Dort wurde der alte Deich durchgestochen und dem Fluss so 600 Hektar Land zurückgegeben. Die Folge: Die Natur blüht regelrecht auf und seltene Tier-Arten haben sich hier angesiedelt. Die französische Stadt Nevers hat schon vor Jahren begriffen, dass ein Fluss nicht eingezwängt werden darf. Am Zusammenfluss von Loire und Allier gibt es deshalb eigens eingerichtete Brachflächen, Auenwälder und Sumpfgebiete. Maßnahmen, die den Fluss auch bei Hochwasser berechenbarer und weniger gefährlich machen.
Film von Stefanie Fleischmann und Alois Berger

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 16.08.2020 um 07:45 Uhr auf phoenix.

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Schlagwoerter
Dokumentation/Reportage, Technik, Umweltfragen/Klima