

Einst herrschten die Briten als Kolonialherren über Malaysia. Sie brachten den Malaysiern nicht nur ihre Kultur mit, sondern auch ihre Spiele: Hockey, Cricket, Golf, Tennis und Badminton. Das alte Spiel der Einheimischen hieß Sepak Raga. Bei diesem Spiel musste ein Rattanball möglichst lange mit den Füßen in der Luft jongliert werden. Irgendwann in den 1930er Jahren kamen junge Malaien auf die Idee, Sepak Raga auf einem Badmintonfeld zu spielen, über das Netz. Es war die Geburtsstunde einer neuen, spektakulären Sportart, die in den folgenden Jahren einen Siegeszug durch Südostasien antrat.
Sepak Takraw, was so viel bedeutet wie "den Ball kicken", heißt das malaysische Nationalspiel heute. Ein schnelles Spiel, voller Spannung und Akrobatik. Der Ball ist nun aus Kunststoff und wird mit atemberaubenden Fallrückziehern auf über 140 Kilometer pro Stunde beschleunigt. Zwei Mannschaften mit jeweils drei Spielern treten gegeneinander an. Der Ball darf mit allen Körperteilen, außer mit den Armen und den Händen gespielt werden. Gewonnen hat die Mannschaft, die zuerst 15 Punkte erreicht. Traum vieler Jungstars: Im Grand-Prix-Finale die Krone des malaysischen Nationalsports zu erringen. 12.12.2001 SWR/SR
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 25.07.2020 um 07:30 Uhr auf SWR.