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Corona - Chronik der Krise

Wie das Virus unser Leben verändert
Dienstag, 23.06.2020 20:30 Uhr
RBB
Dienstag
23.06.2020
20:30 Uhr
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Bildquelle: ARD-Pressebild
Bildquelle: ARD-Pressebild

Anfang März gibt es in Berlin und Brandenburg den ersten Corona-Fall. Seitdem ist nichts mehr, wie es einmal war. Noch immer hält uns das Virus in Atem. An vier persönlichen Schicksalen erzählt der Film die Chronologie der Corona-Ereignisse in Berlin und Brandenburg: Wie gehen die Menschen mit den neuen Herausforderungen um? Welche Ängste und Nöte haben sie? Aber auch: Wie stellen sie sich dem Shutdown? Wo keimt Hoffnung? Wie sind die Menschen in Berlin und Brandenburg durch diese Monate gekommen, immer wieder schwankend zwischen großer Ungewissheit und einer nie endenden Sehnsucht nach Normalität.
Da ist beispielsweise Claire Lachky. Die Frisörin aus dem Prenzlauer Berg hat ihren Friseursalon an der Kastanienallee seit 20 Jahren. Aber dass so etwas wie Corona mal geschehen könnte, hätte sie nie gedacht. Bis Mitte März durfte sie ihren Salon noch öffnen, doch es kamen kaum noch Kunden. Und 1,50-Meter-Abstandsregeln ließen sich im täglichen Umgang auch nicht einhalten. Für Claire eine schwierige Situation, sie hatte Existenzangst. Seit Anfang Mai dürfen sie und ihre Mitarbeiter wieder Haare schneiden, unter strengen Auflagen.
Immer wenn es brenzlig wird ist Albrecht Broemme gefragt. Der ehemalige Präsident des THW (Technisches Hilfswerk) ist eigentlich schon im Ruhestand. Dann erhält er einen Anruf von Berlins Gesundheitssenatorin Kalayci: In wenigen Wochen soll der 66-Jährige auf dem Messegelände eine 1000-Betten-Klinik nur für Corona-Patienten planen. Wer Flüchtlingslager und Hilfscamps aufgebaut und betrieben hat, wer den Folgen von Erdbeben, Großfeuern und Umweltkatastrophen getrotzt hat - den kann ein Coronavirus nicht schrecken.
Familie Lohaus lebt mit zwei Kindern in Berlin. Wegen Kontakt zu Corona-Infizierten müssen alle Zuhause bleiben. Die beiden Kinder und Homeoffice unter einen Hut zu bekommen, wird zum Stresstest. Nach 14 Tagen ist der persönliche Lockdown vorbei. Normal ist dann aber noch lange nichts. Tobias macht als Lehrer Online-Unterricht, das ältere Kind geht zweimal die Woche zur Schule, die Kleinste ist in der Kita-Notbetreuung, trifft aber ihre Freundin nicht.
Das Leben mit der Coronakrise stürzt auch die Kulturbranche in eine Existenzkrise. Sie leben vom Publikum - ob in Theater, Museum, Konzerthallen oder den Clubs und Kinos. Wie Andreas Dresen, der Potsdamer Filmemacher, die Krise erlebt, hat er in einem Videoclip festgehalten. Im Interview redet er über Onlinestreaming, Kino und die Zeit in den eigenen "Vier Wänden". Video ist das Mittel der Wahl in der Zeit, alles geht online, ob Club oder Theater. Doch schmerzlich vermissen alle den echten, unmittelbaren Live-Kontakt.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 23.06.2020 um 20:30 Uhr auf RBB.