Die Reihe "Daheim in..." ergründet, was sich die Menschen auf den Dörfern einfallen lassen, um sich für die Zukunft zu rüsten. Vor welchen Herausforderungen stehen die Gemeinden? Wie stark sind die Menschen mit ihrem Dorf tatsächlich verwurzelt? Antworten auf diese und noch viel mehr Fragen gibt es diesmal auf einer spannenden Entdeckungsreise durch Furth in Niederbayern:
Furth im Landkreis Landshut ist kein Kleinod, denn die niederbayerische Gemeinde ist ziemlich unübersichtlich auf 42 Ortsteile zersprengt und mit insgesamt knapp 3.500 Einwohnern eher groß. Furth ist daher auch kein typisches bayerisches Postkartendorf mit blumengeschmückten Bauernhäusern vor der Kulisse der Alpen. Aber die Menschen leben gerne dort, viele Further sind regelrecht begeistert von ihrem Dorf.
Etwas ist anders, doch das sieht man erst auf den zweiten Blick: Es sind die Dächer von Furth. Jede dritte Familie betreibt eine Solarstrom-Anlage auf dem Dach. So ist das Dorf die erste deutsche Modellgemeinde der Europäischen Kommission für Erneuerbare Energie und nicht umsonst die wohl zumeist ausgezeichnete Gemeinde Bayerns für nachhaltige Entwicklung. Dahinter steckt das Lebenswerk des seit 18 Jahren regierenden Bürgermeisters Dieter Gewies. Die Further haben nicht nur Solarstrom auf dem Dach, fast alle Betriebe betreiben Holzheizungen, das Dorf ist verkehrsberuhigt. Die Menschen schätzen das Leben in ihrem Dorf aber auch aus anderen Gründen - ganz besonders wegen des Bildungsangebots und der Jugendarbeit in Furth. Es gibt eine breit sortierte Bücherei, Hort, Krippe und einen Kindergarten mit Integrativ- und Waldkindergartengruppe, eine Grund- und Hauptschule sowie das Maristengymnasium. Die Bürger engagieren sich in etlichen Vereinen, und auch die Jugendgruppe Kabaunz hat großen Zulauf.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 14.07.2020 um 14:00 Uhr auf BR.