

Seine Romane zählen heute zur Weltliteratur: Joseph Roth - ein großer Erzähler und einer der besten Journalisten der Weimarer Zeit. Er ist ein Meister der Beobachtung und Beschreibung. 1926 reist er mit einer großen Sehnsucht in die noch junge Sowjetunion. Mehrere Monate wird er unterwegs sein, Reportagen für die Frankfurter Zeitung schreiben und alle seine Illusionen über den Sowjetstaat verlieren. Roth wurde in Galizien, der heutigen West-Ukraine geboren und führte ein zerrissenes Leben zwischen jüdischem Glauben und Katholizismus.
Er lebte in einer Zeit des Umbruchs mit dem Zerfall des Österreichischen Kaiserreiches. Er reist über Polen in die noch junge Sowjetunion. Roth bricht als neugierig Hoffender auf und kehrt als ernüchterter Chronist zurück. Nach der Reise gelingt ihm sein Durchbruch als Romancier: Seine bedeutendsten literarischen Werke wie "Hiob" oder "Radetzkymarsch" erscheinen.
09.06.2017 WDR
Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 26.06.2020 um 05:30 Uhr auf SR.