Die Türkei ist ein Land voller Kontraste, zwischen Tradition und Moderne, zwischen orientalischem Lebensstil im Landesinneren und westlich-orientiertem in den küstennahen Touristenorten und der Zehnmillionen-Metropole Istanbul am Bosporus. Mehr als zwei Mal würde Deutschland mit seiner Fläche in das Territorium der Türkei hineinpassen. Der Bosporus, die Wasserstraße zwischen Schwarzem Meer und Mittelmeer, trennt Europa von Asien. Dabei sind 97 Prozent der Türkei auf dem asiatischen Kontinent - Anatolien -, und nur drei Prozent gehören zu Europa: das östliche Thrakien.
Die Hauptstadt war wegen der exponierten und strategisch sowie wirtschaftlich günstigen Lage schon seit jeher wichtige Handelsmetropole, Sitz mächtiger Herrscher und Schmelztiegel der Nationen. Einst Byzanz der dorischen Griechen, später das "Neue Rom" des oströmischen Reiches - Konstantinopel - und mit der osmanischen Eroberung im 15. Jahrhundert dann Istanbul, wandelte sich die Stadt von einer antiken zu einer christlichen und schließlich zu einer muslimischen. Viele antike Stätten, besonders an den Küsten sowie im westlichen Teil der Türkei, sind Zeugen dieser wechselvollen und reichen Geschichte. Zweiteilige Sendereihe von Jan Haft
Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 22.06.2020 um 10:30 Uhr auf HR.