

Seitdem das Coronavirus Leben und Wirtschaft in der deutschen Gesellschaft lahmlegt, fallen auch die Freitagsdemos der 'Fridays for Future'-Bewegung aus. Klimaschutz ist kaum noch Thema in den Medien. Auch wenn das Jahr 2020 mit neuen Wetterextremen begonnen hat: ein nasser Februar mit viel Regen, aber ein sehr trockener Monat April. Schon drohen erneute Dürreperioden und Waldbrände. Und das in einer früheren Jahreszeit als üblich. Dennoch ist die Klimadebatte in Deutschland fast zum Erliegen gekommen. "Fridays for Future" steht mit einem Mal vor der Frage: Wie kann weiter für Klimaschutz eingetreten werden, wenn durch die abgesagten Demonstrationen die Öffentlichkeit fehlt? Was bleibt von dem Protest, mit dem über ein Jahr lang Politik und Gesellschaft in Atem gehalten wurden? Dabei war es schon vor Beginn der Kontaktsperre ruhiger um die Klimabewegung geworden. Sie hatte deutlich an Schwung und Aufmerksamkeit verloren. "45 Min" hat zwei Mitglieder der Bewegung schon lange vor der Coronapandemie getroffen und begleitet sie auch während der Coronakrise weiter. Ihren Streik haben sie ins Netz verlegt, wo sie sich in Klimathemen weiterbilden und ihren Protest in sozialen Netzwerken kundtun. Derweil wird in Deutschland über massive Investitionen für die Wirtschaft nachgedacht. Klimaschutz spielt in diesen Überlegungen, wenn überhaupt, nur eine untergeordnete Rolle.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 22.06.2020 um 09:15 Uhr auf tagesschau24.