

Francisco de Goya war 1792 auf dem Höhepunkt seines Schaffens und ein anerkannter Maler. Sein Erfolg beruhte auf seiner lebhaften Strichführung und seinen idyllischen Bildern vom Leben in Madrid. Die gesellschaftliche Oberschicht drängte sich im Atelier des zum Hofmaler ernannten Künstlers. Nach André Malraux‘ Überzeugung wäre von Goya nichts geblieben, hätte er die Welt zu diesem Zeitpunkt verlassen müssen. Das konnte der französische Schriftsteller nur deshalb so kategorisch behaupten, weil er als Bewunderer und großer Kenner des spanischen Meisters wusste, was danach kam.
Denn Goya, der Hofmaler, sollte in der Folge vieles erleben, was ihn selbst und sein Werk radikal veränderte. Wie zahlreiche Intellektuelle seiner Zeit war Goya vom Geist der französischen Aufklärung mit all ihren Zukunftsverheißungen beeinflusst. Doch das Jahr 1792 - das Jahr seiner schweren Erkrankung, die ihn vollkommen ertauben ließ - ist auch das Jahr der Terrorherrschaft aus Paris, die den universalistischen Utopie
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 29.09.2024 um 05:50 Uhr auf arte.