

So schön wie in diesem Frühling war es auf der Insel Rügen wohl noch nie. Blauer Himmel, Sonnenschein, klare Fernsicht. Und doch kein einziger Tourist. Die Corona-Krise hat Deutschlands größter Insel zwangsweise eine Auszeit verordnet.
Strände und Boulevards sind verwaist, Hotels und Restaurants geschlossen. Der einzige Besucher am berühmten Kreidefelsen von Stubbenkammer ist der Nationalpark-Ranger selbst. Die fast 9.000 Besucherplätze des Störtebeker Festspiele in Ralswiek werden in diesem Sommer an jedem Abend leer bleiben. So leer wie die Waggons der Kleinbahn "Rasender Roland".
Die Rüganer sind nachdenklich geworden. Wie viel Tourismus verträgt ihre Insel eigentlich? Können Landwirtschaft und Fischerei nicht auch anders funktionieren als vor Corona?
Das "Hanseblick"-Team ist unterwegs zwischen Kap Arkona und Prora, Putbus und Binz, Bergen und Sassnitz. Herausgekommen ist ein Inselporträt der besonderen Art: die Melancholie eines Ausnahmezustands.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 02.06.2020 um 06:20 Uhr auf NDR.