

Langes Haar war bei den Germanen das Vorrecht des freien Mannes. Sklaven wurden die Haare geschoren. Wenn die freie Germanenfrau einen Eid schwor, dann stolz auf ihren meist blonden Zopf. Sie ging selten ungeschminkt aus dem Haus: Lippenrot, Lidschatten und Rouge waren weit verbreitet, das haben die Archäologinnen und Archäologen nachgewiesen.
Dass die Germanen im Südwesten reinlich waren, beweist das Experiment des Films. Aus feingesiebter Buchenholzasche und Ziegentalg wird Seife hergestellt, "Seipfa", wie sie selbst es nannten. Auch die Kleidung webten und färbten die Germaninnen und Germanen im Südwesten selbst. Sie benutzten hauptsächlich Wolle und Leinen, liebten kräftige Farben und webten gern "vierbindige Gleichgradköper". Alle tragen diese Stoffart heute noch: als Jeans. Planet Schule
03.05.2016 SWR/SR
Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 12.05.2020 um 05:45 Uhr auf SR.