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Was geht mich das an? - Die RAF

Ein Film von Kathrina Edinger
Donnerstag, 14.05.2020 00:15 Uhr
WDR
Donnerstag
14.05.2020
00:15 Uhr
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Bildquelle: Pressebild (ard2017)
Bildquelle: Pressebild (ard2017)

Kämpfe ich für eine bessere Welt? Mit oder ohne Gewalt? Wo ist die Grenze? In diesem Dilemma steckten junge Menschen im Westdeutschland der 60er und 70er Jahre. Einige von ihnen beantworteten diese Frage radikal: Sie wurden Terroristen. Wie konnte es dazu kommen?
Die Studentenbewegung kämpft Ende der 60er Jahre gegen ein Totschweigen der NS-Vergangenheit und gegen die immer noch einflussreichen Alt-Nazis. Die Studenten streiten für politische Reformen und prangern die Grausamkeit des Vietnamkriegs an. Idealistische Anfänge - und doch werden einige von ihnen später zu RAF-Terroristen und verantwortlich sein für 34 Morde.

Die Taten der RAF haben Terror über das Land gebracht und unsere Geschichte geprägt - aber angefangen hat alles oft mit Fragen, die uns heute ähnlich begegnen könnten. Die Dokumentation "WAS GEHT MICH DAS AN?" begibt sich auf die Suche nach der moralischen Entscheidung zwischen System und Rebellion - alles aus der Perspektive eines RAF-Terroristen, der überzeugt war, das Richtige zu tun.

Schauspieler Christian Löber verkörpert den fiktiven Charakter eines Terroristen der Roten Armee Fraktion. Grundlage für seine Rolle waren historische Dokumente wie Tagebücher, Manifeste und Biografien. Der fiktive Terrorist erzählt von den Entscheidungen, die sein Leben verändert haben: War es richtig, für eine bessere Welt zu den Waffen zu greifen? Welche Beweggründe, welche Zufälle und Entscheidungen haben aus einem idealistischen Streiter einen Terroristen gemacht? Die Sendereihe "WAS GEHT MICH DAS AN?" schlägt die Brücke vom Damals ins Jetzt, von historischen Lebenswegen und Ereignissen zu den Zuschauern von heute, die sich fragen: Wie würde ich heute handeln? Hätte die Geschichte auch anders verlaufen können?

Und das sieht anders aus, als man es von Geschichtsdokumentationen gewohnt ist. Die Schauspielszenen treten in Dialog mit beeindruckendem Archivmaterial, das die Ereignisse der Zeit aufleben lässt und das die Musik von Elektro-Produzent Occupanther emotional in die Jetztzeit holt. Die Erzählung wird ergänzt durch Interviews mit den Wissenschaftlern Wolfgang Kraushaar und Sabine Bergstermann sowie "Baader"-Regisseur Christopher Roth.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Donnerstag, den 14.05.2020 um 00:15 Uhr auf WDR.

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Schlagwoerter
Dokumentation/Reportage, Geschichte, Terrorismus