Im Zuge der Arbeit an seinem Film "13. Juni 1944" über das dramatische Schicksal der Besatzung eines bei Freising abgeschossenen US-Bombers stieß Filmemacher Marcus Siebler auf ein weiteres bedrückendes Stück Regionalgeschichte: in einem seiner Gespräche mit Zeitzeugen berichtete der 80-jährige Xaver Neumeier aus Hirnkirchen über eine Kolonne von etwa tausend KZ-Häftlingen, die in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs in seinem oberbayerischen Heimatort Halt machten.
In "13,5 km" erzählt er in eindringlicher Weise, wie er als 14-Jähriger dem Konvoi mit einem Pferdefuhrwerk bis Kirchdorf a.d. Amper folgen musste und dabei immer wieder während des Marsches zu Tode gekommene oder von den begleitenden SS-Männern erschossene Häftlinge auf seinen Wagen geworfen wurden. Ein traumatisches Erlebnis, das er zeit seines Lebens nicht vergessen können wird.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 25.04.2020 um 22:15 Uhr auf ARD alpha.