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Russlands Pferde

Steppenreiter und Ackergäule
Samstag, 25.04.2020 12:00 Uhr
arte
Samstag
25.04.2020
12:00 Uhr
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Bildquelle: Pressebild (ard2017)
Bildquelle: Pressebild (ard2017)

Seit vielen Tausend Jahren züchten die Völker der asiatischen Steppen schnelle und ausdauernde Pferde. Skythen, Mongolen und Turkvölker - sie alle benötigten zähe Reittiere, um zu jagen, das Vieh zu hüten und Kriege zu führen, die sie halb Europa überrennen ließen. In der russischen Republik Tuwa an der Grenze zur Mongolei sind Pferde bis heute unerlässlicher Bestandteil des kulturellen Selbstverständnisses. Viele Tuwiner sehen sich immer noch als furchtlose Steppenreiter und wollen sich, wie der zwölfjährige Aschikpaj Irgit, mit anderen im Pferderennen messen.

3.000 Kilometer weiter westlich, am Fuße des Ural, liegt die Republik Baschkortostan, eine der fruchtbarsten Regionen innerhalb der russischen Föderation. Trotz des natürlichen Reichtums lebt die Bevölkerung oft unter einfachsten Bedingungen. Im Dorf Nukatowo wird ganz selbstverständlich Landwirtschaft für die Selbstversorgung betrieben. Dort sind die Pferde genügsame Arbeits- und Nutztiere: Ackergäule, aber auch Fleisch- und Milchlieferanten. Wobei das Traditionsgetränk Kumis, gegorene Stutenmilch, heute nicht mehr unbedingt jedem schmeckt. Die Filmautoren Thorolf Lipp und Anastasia Vinokurova haben ein Jahr lang Russland bereist und dabei den unterschiedlichen Umgang der Menschen mit dem wohl ältesten Nutztier der Menschheit, dem Pferd beobachtet. Es dient als Ackergaul in der Landwirtschaft, als Transportmittel von Nomaden und als sportlicher Wettkämpfer. Doch auch frei lebende Wildpferde sind in den Weiten Russlands anzutreffen.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 25.04.2020 um 12:00 Uhr auf arte.