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Die Elbe (2/2)

Von Sachsen zum Wattenmeer
Freitag, 17.04.2020 15:15 Uhr
NDR
Freitag
17.04.2020
15:15 Uhr
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Bildquelle: Pressebild (ard2017)
Bildquelle: Pressebild (ard2017)

Der Winter ist bitterkalt an der sächsischen Elbe. Füchse zeigen sich am helllichten Tag auf der Suche nach Partnern und verendeten Tieren. Das zieht auch Raben und Greifvögel an - ein Kampf ums Überleben in einer vereisten Traumlandschaft. Die Elbe in Deutschlands Osten ist so naturbelassen und vielfältig, dass sie über eine Länge von 400 Kilometern unter besonderem Schutz steht: Das Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe erstreckt sich von Sachsen-Anhalt bis Schleswig-Holstein.

Zehntausende Zugvögel nutzen die Elbauen zum Überwintern oder als Rastplatz während des Durchzuges, bevor der Frühling Moorfrösche und Urzeitkrebse in die Tümpel der Auen lockt. Wie wild die Elbe sein kann, zeigt sie bei Dessau-Roßlau. In der Nähe erstreckt sich das Kernstück eines der größten europäischen Auwälder, der Steckby-Lödderitzer Forst. 1.000 Pflanzenarten, 135 Vogel- und 40 Säugetierarten leben hier - eine einzigartige Vielfalt, geschaffen von der Elbe und ihren ständig wechselnden Wasserständen. Auf ihrem Weg vorbei an Tangermünde und dem Wendland bleibt die Elbe einer der natürlichsten Flüsse Europas mit Platz für Seeschwalben, Rothirsche und Neubürger wie die Waschbären.

Bei Geesthacht wird der Strom auf deutscher Seite zum ersten Mal gezähmt. Hamburgs Hafen ist nicht mehr weit. Kurz hinter der Hansestadt kommt es in den Elbmarschen des Kehdinger Landes jeden Herbst zu einem gewaltigen Schauspiel: 80.000 Nonnengänse bevölkern die Wiesen bis der Frühling kommt. Bereits in Sichtweite sind Cuxhaven und die Weiten des Wattenmeers, wo die Elbe, Europas wilder Strom, nach rund tausend Kilometern in die Nordsee mündet. Film von Svenja und Ralph Schieke aus der Reihe "Expeditionen ins Tierreich"

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 17.04.2020 um 15:15 Uhr auf NDR.