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Die Louvre-Saga (2/2)

Die Zeit der Revolutionen
Sonntag, 19.04.2020 09:45 Uhr
phoenix
Sonntag
19.04.2020
09:45 Uhr
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Bildquelle: Pressebild (ard2017)
Bildquelle: Pressebild (ard2017)

Eine insgesamt drei Kilometer lange Fassade, rund 20 Hektar Gebäudefläche, 14,5 Kilometer lange Gänge, rund 500.000 Kunstwerke - darunter das wohl berühmteste Gemälde der Welt, die "Mona Lisa" - und mehr als neun Millionen Besucher pro Jahr: Zahlen, die beeindrucken. Sie beschreiben das größte Museum der Welt, den Louvre im Herzen von Paris.

Der Kunsttempel hat eine sehr bewegte Geschichte hinter sich, gezeichnet von Bauphasen, Zerstörungen, Revolutionen und Restaurierungen. Das Palais du Louvre war mittelalterliche Festung, feudale Trutzburg, Renaissance-Palast, königliche Residenz, Sitz der Académie Française, Machtzentrale der Französischen Revolution und erstes öffentliches Museum des Landes. Zwischen den Anfängen im 12. Jahrhundert unter König Philipp II. bis zur Glaspyramide von Ieoh Ming Pei, die 1989 eröffnet wurde, liegt ein langer Weg, auf dem sich der Louvre immer wieder verändert und vergrößert hat.

Acht Jahrhunderte lang machten Könige, Kaiser und Architekten den Louvre und die angrenzenden Tuilerien zur Dauerbaustelle. An den Mauern des Palais lässt sich die Geschichte Frankreichs ablesen, vom Hundertjährigen Krieg über Franz I. bis hin zur Französischen Revolution und der Pariser Kommune. Der Louvre war Residenz für Könige und Künstler gleichermaßen.

Nachdem Ludwig XIV. nach Versailles umgezogen war, ließ sich unter anderem die Académie Française im Louvre nieder. Schon Diderot und die Philosophen der Aufklärung wollten das Gebäude zu einem großen Museum für die französische Nation machen. Am 10. August 1793 wurde der Traum Wirklichkeit, als im Paris der Französischen Revolution das Muséum central des arts de la République, das erste öffentliche Museum Frankreichs, in der Großen Galerie des Louvre seine Tore öffnete. 1871, während der Pariser Kommune, zerstörte ein Brand den Tuilerienpalast, verschonte aber das Museum. Die Kohabitation von Kunst und Politik endete erst 1989, als im Zuge des Projekts "Grand-Louvre" unter François Mitterrand das Finanzministerium aus dem Gebäude auszog. Heute ist der Louvre mit seiner beeindruckenden Glaspyramide einzig der Kunst gewidmet. Film von Sylvain Bergère und Antoine de Gaudemar

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 19.04.2020 um 09:45 Uhr auf phoenix.

Details
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stereo
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16:9
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Schlagwoerter
Dokumentation/Reportage, Frankreich, Kunst, Architektur, Rückblick