ESC zum Schließen · Enter zum Suchen

Weimar und heute

Die Rückkehr der völkischen Ideologie
Montag, 20.04.2020 16:00 Uhr
phoenix
Montag
20.04.2020
16:00 Uhr
Teilen:
Bildquelle: Pressebild (ard2017)
Bildquelle: Pressebild (ard2017)

Gibt es Parallelen zwischen den Zwanziger Jahren und heute? Geschichte wiederholt sich zwar nicht, aber man kann aus ihr lernen.
Die Jahre der Weimarer Republik waren gekennzeichnet durch ein Nachkriegstrauma, Straßenkämpfe, rivalisierende Gruppen, politische Extreme, Geldentwertung und Armut. Aber auch durch einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung, eine moderne und freiheitliche demokratische Ordnung und ein parlamentarisches Parteiensystem. Niemand hätte wenige Jahre vorher geahnt, dass mit dem Nationalsozialismus alle Errungenschaften der jungen Demokratie hinweggefegt werden würden. Aber es gab Zeichen, Hinweise.

Und heute? Die Voraussetzungen sind andere, es gibt viele Unterschiede, aber auch Parallelen zu damals. Die Reportage vergleicht Ausdrucksweisen, Taktiken und Strukturen rechtsextremer Gruppierungen - zu Weimarer Zeiten und heute. Und offenbart dabei zahlreiche Übereinstimmungen und Ähnlichkeiten. Dabei geht es um junge rechte Bewegungen und die Wählerschaft von Parteien damals wie heute. Welche Mittel wenden rechte Bewegungen und Parteien zur Durchsetzung politischer Ziele an? Welche Parolen, Menschen- und Feindbilder spielen heute und spielten damals eine Rolle?

Joseph Goebbels, Reichsminister für Propaganda: schon in der Weimarer Republik vertritt er die Rassenlehre

Die Story richtet ihren Blick auch über die Grenzen Deutschlands hinaus. Wie hat sich das Europa von heute in wenigen Jahren verändern, wie haben rechte Strömungen so an Einfluss gewinnen können? Damals fielen Demokratien auf dem ganzen Kontinent der Reihe nach wie Kartenhäuser in sich zusammen. Und heute? Jan Schmitt hat sich für diesen Film mit Vertretern rechtsextremen Gedankenguts getroffen, mit Burschenschaftlern und rechten Jugendlichen. Und mit Schülern und Zeitzeugen, die in einem Theaterprojekt gemeinsam vor dem Aufkommen neuer rechtsextremer Strömungen warnen wollen.

Die Dokumentation zeigt, dass die rechte Szene in Deutschland so breit aufgestellt ist wie seit dem Nationalsozialismus nicht mehr. Sie ist mit der AfD in allen deutschen Parlamenten zur relevanten Größe in der Bundesrepublik geworden, geeint durch eine völkische und zum Teil rassische Ideologie, die direkt an das Gedankengut der dreißiger Jahre anknüpft. Damals haben Weltwirtschaftskrise und Massenarbeitslosigkeit die Menschen scharenweise in die Arme rechter Menschenfänger getrieben. Was also, wenn es morgen zu einer neuen Krise kommen sollte, die die Menschen verunsichert? Wie stabil wären unsere Demokratie und ihre Errungenschaften dann? Film von Jan Schmitt

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 20.04.2020 um 16:00 Uhr auf phoenix.

Details
Audio-Format
stereo
Bild-Format
16:9
Farbe
farbe
Audio-Beschr.
nein
Hoerhilfe
nein
HDTV
nein
Logo-Event
nein
VPS
1587391200
Schlagwoerter
Dokumentation/Reportage, Geschichte, Rechtsextremismus, NS-Zeit und Folgen, Politik