Er galt als Wunschkandidat und heimlicher Favorit auf den Bischofssitz in Augsburg: Bertram Meier wurde am 29. Januar zeitgleich in Rom und Augsburg zum neuen Bischof seiner Heimatdiözese ernannt. In dem Porträt gibt der 59-Jährige Einblicke in seine Vorhaben und Erwartungen und erzählt über seine Lieblingsorte im Bistum. Seit dem Rücktritt seines Vorgängers Konrad Zdarsa leitete Bertram Meier schon als Diözesanadministrator die Geschicke des Bistums Augsburg. Ende Januar 2020 wurde er zum neuen Bischof ernannt. Meier stammt aus dem Ostallgäu, ist in Buchloe geboren und in Kaufering aufgewachsen. Er studierte Theologie und Philosophie in Augsburg und Rom und empfing 1985 durch Kardinal Franz König die Priesterweihe. Meier kennt sein Bistum von der Seelsorge, er war als Kaplan in Neu-Ulm und Neuburg an der Donau tätig, später war er Stadtpfarrer, Dekan und Regionaldekan - ebenfalls in Neu-Ulm. Aber auch im Vatikan ist er kein Unbekannter: Er promovierte an der Universität Gregoriana in Rom. Von 1996 bis 2001 leitete er die deutschsprachige Abteilung im deutschen Staatssekretariat und war Vizerektor des deutschen Priesterkollegs in Rom, dem Campo Santo Teutonico. Seit 2000 ist Bertram Meier Domkapitular in Augsburg und hatte ab 2001 verschiedene Aufgaben inne, er leitete u. a. die Referate für Weltkirche, Ökumene und Orden und war lange Jahre Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Augsburg. Seit 2005 vertritt Prälat Meier die sieben bayerischen katholischen Bistümer in dieser Gemeinschaft. Zuletzt leitete er das Seelsorgeamt. Bertram Meier gilt als leutseliger und zugänglicher Mensch, ausgleichend und humorvoll, ein Brückenbauer. Den Synodalen Weg, die Reformdebatte in der katholischen Kirche, nennt er "alternativlos".
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 21.03.2020 um 09:45 Uhr auf BR.