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Kosovo

Alte Wunden - Neue Perspektiven
Freitag, 06.03.2020 10:00 Uhr
HR
Freitag
06.03.2020
10:00 Uhr
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Bildquelle: Pressebild (ard2017)
Bildquelle: Pressebild (ard2017)

"Aufblühende Städte, Minarette und orthodoxe Klöster inmitten einer malerischen Landschaft und junge, gut ausgebildete Fachkräfte": Im Kosovo wirbt man um Touristen und um Investoren, elf Jahre nach der Unabhängigkeit und zwanzig Jahre nach Kriegsende. Doch dieses Bild wird getrübt durch die noch immer bestehenden Spannungen zwischen ethnischen Albanern und Serben.
Zwanzig Jahre nach der NATO-Intervention ist die internationale KFOR-Mission trotz reduzierter Truppenstärke noch immer ein Garant für die Sicherheit und Stabilität im Land. Der Alltag ist für die meisten Kosovaren schwierig, egal ob Albaner oder Serben. Ein Drittel der Bevölkerung ist arbeitslos. Die Wirtschaft hängt am Tropf von internationalen Hilfsorganisationen und ist abhängig von den Überweisungen der Gastarbeiter aus dem Ausland. Kosovo benötigt Investitionen. Aber wer investiert, wenn der Markt nur knapp zwei Millionen Einwohner umfasst und der politische Status ungeklärt ist? Noch immer erkennt Serbien die Unabhängigkeit des Kosovo nicht an.
Aber es gibt auch Erfolgsgeschichten: die Landfrauen-Genossenschaft von Fahrije Hoti im Dorf Krusha, die als "Witwen von Krusha" 1999 traurige Berühmtheit erlangten; Öko-Tourismus im Sharr Nationalpark soll den Bewohnern im Südosten des Kosovo nachhaltiges Einkommen sichern; der Künstler Vigan Nimani, der seine persönlichen Träume verwirklichen konnte.


Ein Film von Hilde Stadler

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 06.03.2020 um 10:00 Uhr auf HR.

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Schlagwoerter
Kosovo, Dokumentation/Reportage, Menschen im Alltag, Natur