

Die "Ozeane aus Gras" mit ihren charakteristischen Tieren, den stattlichen Bisons, sind der Inbegriff des "Wilden Westens" Amerikas. Heute stampfen wieder große Herden der einst fast ausgerotteten "Indianerbüffel" über die vielleicht nordamerikanischste aller Landschaften. Eifrige Baumeister haben die weiten Graslandschaften mit Siedlungen untertunnelt: Präriehunde. Beide Arten - Bisons und Präriehunde - prägen seit Jahrtausenden die Grasländer.
Ursprünglich bedeckten Prärien ein Drittel des Kontinents vom Golf von Mexiko bis tief nach Kanada hinein. Heute sind sie wegen ihrer fruchtbaren Böden zur Kornkammer des Kontinents geworden. Im Jahreslauf müssen die einzigartigen Graslandschaften aber extremen Bedingungen trotzen: Hitze und Dürre, rasenden Feuerbrünsten, Superstürmen und Tornados. Und im Winter bringen Blizzards mit mehr als hundert Kilometern in der Stunde Schnee und Eis. Auf den amerikanischen Steppen leben auch viele andere, weniger bekannte Tiere, die seltsamen Gabelböcke etwa, eines der schnellsten Säugetiere der Erde: Die "Pronghorns" rennen über weite Strecken mit einer Geschwindigkeit von über sechzig Kilometern in der Stunde.
Die prächtigen Präriehühner sind nahe Verwandte des hiesigen Auerhahns. Gezeigt wird mithilfe trickreicher Makroaufnahmen das geheime Liebesleben der Springspinnen am Boden der Prärie: Wenn das Weibchen nicht bereit zur Paarung ist, verspeist es das Männchen einfach. Mit spezieller Lasertechnologie wurden die "Liebeslieder" der Springspinnen erstmals für menschliche Ohren hörbar gemacht. Spektakuläre Cineflex-Flüge zeigen immer wieder neue Perspektiven der Prärie - und verfolgen etwa Wölfe aus der Luft bei der dramatischen Jagd auf ein Bisonkalb: aufregende Einblicke in den "Wilden Westen". Der 3. Teil folgt am 15. Februar
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 08.02.2020 um 14:25 Uhr auf HR.