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Geo-Tour (1/4)

Kalkstein und Verkarstung
Montag, 03.02.2020 07:15 Uhr
HR
Montag
03.02.2020
07:15 Uhr
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Die markanten Kalkfelsen der Schwäbischen Alb sind ein Produkt des Meeres. Im Jura, vor 200 Millionen Jahren, wimmelte es in Südwestdeutschland nur so von Muscheln, Korallen, Schwämmen und anderen Meeresbewohnern. Ihre Kalkskelette bildeten das Gestein. Heute findet man in diesen Schichten gut erhaltene Fossilien von Ammoniten, Ichthyosauriern und anderen Zeugen der Urzeit. Die geologische Vergangenheit der Region hatte einen direkten Einfluss auf die Geschichte der Landwirtschaft, den Bau von Gebäuden und die Entwicklung der Textilindustrie. Über Jahrmillionen wurde das Kalkgestein von Wasser, Wind und Wetter geformt, abgetragen und andernorts, etwa als Tropfstein oder Kalktuff, wieder abgelagert. Das Phänomen der Verkarstung ist auch dafür verantwortlich, dass ein Teil der Donau bei Immendingen versickert und das Wasser unterirdisch Richtung Rhein "umgeleitet" wird. Manche Höhlen boten unseren Vorfahren schon während der Steinzeit Unterschlupf. Die Menschen hinterließen dort vor 40.000 Jahren Werkzeuge, Figuren und sogar Musikinstrumente. Faszinierende unterirdische Sinterformationen kann man in Schauhöhlen im Sauerland bewundern. Hier sind die Kalkablagerungen noch älter - etwa 400 Millionen Jahre. Sie stammen aus dem Devon. Wissen und mehr

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 03.02.2020 um 07:15 Uhr auf HR.

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